Lennepromenade: Montag rollen die Bagger an

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Sebastian Jülich, Tiefbaufachmann der Verwaltung, zeigt auf einem Plan, wie die Bauarbeiten ablaufen. –

ALTENA – Montag soll der zweite Bauabschnitt der neuen Lennepromenade beginnen. Am Mittwochabend informierten Stadt, Polizei, Ordnungsamt und Bauunternehmen über den Vorgang auf einer Sondereinwohnerversammlung in der Burg Holtzbrinck. Die Stimmung unter den Anwohnern war entspannt, denn sie hatten bereits den Beweis, dass ein solcher Bauabschnitt relativ reibungslos vonstatten gehen kann. Außerdem scheinen die Altenaer zu wissen, dass sie von ihrem neuen Stadtbild nur profitieren können. Nach einer guten halben Stunde war bereits alles erklärt.

Über vier Monate soll auf einem gut 300 Meter langem Abschnitt an der neuen Lennepromenade gebaut werden, so dass pünktlich zum Mittelalterfest alles gertig ist. Eine Vollsperrung soll es nicht geben. „Zugunsten des Einzelhandels haben wir uns dagegen entschieden, auch wenn das für uns Mehrkosten bedeutet“, erklärte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Eine verkehrsabhängige Ampelanlage werde den Verkehr durch die Baustelle führen. Die größten Baumaßnahmen finden auf der Lenneseite statt. Dort wird zwei bis drei Monate gebaut werden. Während dieser Zeit seien auch die Parkplätze vor den Häusern weiter nutzbar. „Aber nur unter der Bedingung, dass die Einfädelung in den Ampelverkehr funktioniert. Kommt es zu einer erhöhten Unfallgefahr, müssen wir handeln“, erklärte Polizeichef Matthias Radtke. Grundsätzlich gilt in Sachen Parkplatz: Wer einen Stellplatz nachweisen kann, bekommt einen Ausweichparkplatz.

Aber solange lenneseits gebaut wird und die Einfädelung klappt, sei dies nicht nötig. Die Parkkarten können erst vor Beginn des Bauabschnitts auf der Häuserseite beantragt werden. Die Anwohner werden dann von der Stadt angeschrieben. Der Parkplatz Küstersort sowie die Einfahrten zu den Parkhäusern bleiben frei.

Der Lieferverkehr bekommt, sofern er behindert wird, kurzfristige mündliche Sondergenehmigungen. In Sonderfällen sollen sich die Einzelhändler an das Ordnungsamt wenden. Dann kommt Klaus Hoffmann im Vorfeld zu einem Ortstermin und klärt die Angelegenheit vor Ort. Dies habe auch beim ersten Bauabschnitt funktioniert und stelle so auch keinen Grund zur Sorge da.

Sofern Altena vom Hochwasser verschont bleibt, beginnen die Arbeiten am Montag lenneseitig. Die Fahrbahn wird, wie im ersten Teil, verengt. An der Seite der Häuser ändere sich jedoch nicht viel, die Bordsteinbegrenzung bleibt wo sie ist, lediglich ein neues Pflaster wird den Gehweg zieren. „Während der Arbeiten auf der Lenneseite, werden wir auch kleinere Arbeiten auf der anderen Seite erledigen“, erklärte Roland Schlüter-Kißmer vom Bauunternehmen Krutmann. Ebenfalls sei es für Eigentümer der Parkplätze möglich, ihre Stellplätze zu sanieren. „Die Firma ist einmal vor Ort und wird ihnen sicherlich ein gutes Angebot machen“, erklärte Hollstein. Interessenten sollten sich in den nächsten Tagen bei der Stadt melden.

Sollte es Probleme während der Bauphase geben können sich die Bürger bei der Stadt unter 209 290 melden.

Sorge bereitete den Anwesenden lediglich die parallel stattfindende Baustelle auf der B236, wegen der es sicherlich zu Verkehrsbehinderungen kommen wird. „Wir arbeiten in unserer Baustelle mit einer verkehrsabhängigen Ampel, die hat ganz andere Räumzeiten. Vor allem haben wir hier keinen Schwerverkehr, der durch längere Anfahrtszeiten behindert“, erklärte Hoffmann. Auch Hollstein sieht das Thema gelassen: „Wenn auf der A 45 etwas passiert ging vorher in Altena auch schon nichts, es ändert sich also im Ernstfall nichts.“ – lm

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