Lennepromenade: Bohrungen „unter Gas“

Maik Kryszat berechnete, wie tief und mit welcher Geschwindigkeit gebohrt wurde.

ALTENA - Wie eine „Operation am offenen Herzen“ für den Chirurgen, so waren gestern die Vorarbeiten für den Anschluss der neuen Gasleitung für die Ingenieure und Techniker. Unter Druck und ohne das Gas abzustellen bohrten die Servicetechniker gestern am einen Ende der Leitung (Höhe Polizeiwache) und am anderen Ende (Höhe Altenaer Kreisblatt) jeweils ein 250 Millimeter großes Loch in das gelbe Rohr.

„Das ist schon aufregend“, gab RWE-Projektleiter Carsten Stabenau zu, dennoch sei dieses Vorgehen mittlerweile Standard. „Wir können die Leitung nicht einfach sperren, weil da Altenaer Firmen dran hängen“, verdeutlichte der zuständige Netzmeister Meinolf Pagendarm. Außerdem solle der Bürger auch nicht unnötig in seinem Tagesablauf gestört werden und kochen und warm duschen können.

Zuständig für die Bohrungen, die genauestens berechnet und zur Sicherheit mehrfach überprüft wurden, waren Maik Kryszat und Frank Braun von der Firma Ipsco. Nachdem das Loch erfolgreich gebohrt war, wurde der Stoppel gesetzt. Der Stoppel ist eine Art Klappe, der ins Rohr eingeführt wird, um den Gasdurchfluss zu stoppen und dann das Gas um den Anschlussbereich zu leiten.

Heute werden die Arbeiten an der Gasleitung beendet – die Firma SAG wird das neu verlegte Rohr mit dem alten verbinden. ▪ kre

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