Lennepark und Itani-Brachen: Für diese Bauprojekte gibt die Stadt 2020 Geld aus

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Hinter dem Bahnhof soll 2020 der Bau des Lenneparks beginnen.

Altena – Der Lennepark wird ab 2020 gebaut, auch in Straßen fließt Geld der Stadt - und notfalls auch in Schrott-Immobilien, die der Stadt gar nicht gehören.

Roland Balkenhol und das Bauamt bekommen im kommenden Jahr nicht besonders viel Geld aus dem Haushalt der Stadt. Das liegt auch daran, dass es jede Menge Haushaltsreste aus den Vorjahren gibt. 

Stadtkämmerer Stefan Kemper erinnert im Ausschuss für Stadtentwicklung daran, dass allein für den Lennepark und das Bahnhofsumfeld aus den Vorjahren noch 2,9 Millionen Euro zur Verfügung stehen, die nicht verbaut sind. Dieses Projekt werde im kommenden Jahr endlich in Angriff genommen, versprach Stadtplaner Roland Balkenhol.  Diese Projekte schafften es in den Haushalt für 2020: 

Itani-Brachen werden untersucht

416 000 Euro will die Stadt für den Stadtumbau ausgeben. Der Löwenanteil der Mittel (336 000 Euro) wird für die Itani-Brache ausgegeben, und zwar in erster Linie für Untersuchungen. 

Wo Gefahr im Verzug sei, seien aber auch Teilabrisse der Gebäude möglich, sagte Roland Balkenhol. 75 000 Euro stehen für die Sanierung des maroden Bierbach-Komplexes zur Verfügung. 

Denkmalschutz: Burg Holtzrbinck und SGV-Ehrenmal

Zwei konkrete Maßnahmen stehen 2020 an stadteigenen Gebäuden an: Für über 35 000 Euro soll ein Mosaikfußboden im Treppenhaus des Hauses Köster-Emden saniert werden, 25 000 Euro sind für die Sanierung der Außenmauer der Burg Holtzbrinck vorgesehen.

Auch das SGV-Ehrenmal auf dem Kohlberg findet sich im Etat wieder. Für seine Sanierung bekommt die Stadt Fördermittel in Höhe von fast 32 000 Euro. Sie legt einen Eigenanteil von 6000 Euro drauf und stellt das Geld dem SGV zur Verfügung.

Straßenbau: Diese Straßen werden saniert

500 000 Euro bekommt der Bauhof für kleinere Maßnahmen zur Straßenunterhaltung, 300 000 Euro stehen für Arbeiten zur Verfügung, die von Fremdfirmen erledigt werden.

200 000 Euro davon werden für Hasenkamp- und Westerfelder Straße ausgegeben, die während der Sanierung der Dahler Hauptstraße als Umleitungsstrecke dienten und deren Fahrbahndecken jetzt erneuert werden müssen. 

Vom Haushalt 2019 werden 280 000 Euro in das kommende Jahr übertragen. Davon sollen die Linscheidstraße und ein Teil des Nettenscheid-Zubringers eine neue Fahrbahndecke bekommen und zwischen Nedschroef und Finkernagel die Gehwege erneuert werden -  vorausgesetzt, Straßen.NRW gibt endlich grünes Licht für die dringend erforderliche Sanierung der Westiger Straße. 

Rücklagen für Schrott-Immobilien

Hier geht es um Baugenehmigungen und die dafür anfallenden Gebühren. Das waren im vergangenen Jahr wegen des Baubooms auf Rosmart über 400 000 Euro, in diesem Jahr sind bereits über 240 000 Euro eingegangen. Weil auf Rosmart kaum noch Flächen verfügbar seien, rechne er für 2020 mit Einnahmen von nur noch 160 500 Euro, sagte Balkenhol. 

Für Abbruchhäuser, wie diese sin der Nette, muss die Stadt Geld ausgeben, wenn der Besitzer kein Geld für den Abriss hat.

Zur Bauaufsicht zählt auch der Umgang mit sogenannten Schrott-Immobilien: Wenn deren Besitzer finanziell nicht in der Lage sind, Gefahren abzuwenden, muss die Stadt einspringen – und die Häuser notfalls abreißen. 65 000 Euro stehen dafür zur Verfügung. 

Barrierefreiheit  an Bushaltestellen

Die Stadt ist neuerdings zur barrierefreien Gestaltung von Bushaltestellen verpflichtet. Überall sei das nicht möglich, sagte Balkenhol. Für die stark frequentierten Haltestellen am Bahnhof sind jedoch für kommendes Jahr 60 000 Euro vorgesehen

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