Lennepark: Nun soll es endlich richtig losgehen 

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Hier soll er hin: Der Lennepark soll hinter dem Bahnhof entlang der Lenne entstehen.

Altena –2007 wurde er beschlossen, seitdem ist wenig zu sehen vom Lennepark - bis auf die Fußgängerbrücke. Nun soll es losgehen. Die wichtigsten Antworten zum Großprojekt.

Der Lennepark und die Fußgängerbrücke gehören zu den wichtigsten und größten Projekten, die die Stadt realisieren will. Es geht um städtische Infrastruktur und Lebensqualität, aber auch um die Aufwertung der bisher unansehnlichen Fläche am Bahnhof. 

Erstmals wurden die Überlegungen für das Projekt im städtischen Entwicklungs- und Handlungskonzept bereits 2007 festgelegt. Zwölf Jahre sind vergangen. Erstes großes sichtbares Zeichen der Pläne ist die Fußgängerbrücke, bei deren Bau es viele Pannen gab. Doch nun kommt Bewegung rein. Alle wichtigen Infos zum Projekt im Überblick. 

Was soll genau im Zuge des Lenneparks entstehen und wer zahlt es? 

Ziel ist ein attraktiv gestaltetes Gelände mit viel Grün, Bäumen, Hecken, Rasenstufen, Holzdecks und Bänken, Sport- und Spielflächen sowie ein Fitness-Parcours. Wichtig ist auch ein Park-and-Ride-Parkplatz am nördlichen Ende und Fahrradstellplätze unter einem begrünten Dach. 

DerRadweg „Lenneroute“ soll durch den Park führen. Konkrete Pläne gibt es bislang für den Bereich von der Mündung der Fußgängerbrücke bis zur Höhe des ehemaligen Stellwerks an der Bahnhofstraße (Bauabschnitt 1). 

Für diesen Abschnitt stehen im Stadt-Etat 2,9 Millionen Euro bereit. Ein Teil der Maßnahmen wird über das Förderprogramm „Stadtumbau West“ bezuschusst, einen anderen Teil finanziert der Zweckverband Westfalen-Lippe mit. Auch über das Programm Regionale 2013 fließen Gelder. 

Für den zweiten, nördlichen Bauabschnitt in Richtung Schrottplatz gibt es noch immer keine konkreten Planungen. 

Wie weit ist das Projekt bislang gediehen? Was ist der aktuelle Stand? 

Die Fußgängerbrücke zur Erschließung des Parks von der östlichen Lenneseite (Markaner) aus ist an ihrem Platz, aber es gab etliche Verzögerungen. 2019 wurde sie in Position gebracht, und auch dabei kam es zu Pannen

In dieser Woche soll damit begonnen werden, die Betonbohlen auf der Brücke zu verlegen. Es müssen dann noch das Geländer montiert und die Beleuchtung angebracht werden. 

Zur Erinnerung: Schon 2010 hatte die Stadt die 19 300 Quadratmeter große Fläche aus Bahnbesitz erworben. Der Bau der Brücke war ursprünglich schon für 2014 vorgesehen. 

Zu den ersten Arbeiten auf dem Gelände zählte im Jahr 2013 die Demontage von ausgedienten Abspannmasten für Hochspannungsleitungen der Bahn-AG. Mehr ist bislang noch nicht zu sehen vom Lennepark. 

Was sind die nächsten Schritte? 

Das Büro Lohrer-Hochrein ist zurzeit mit den Ausschreibungen der Arbeiten für den ersten Bauabschnitt des Lenneparks beschäftigt, „danach suchen wir eine Firma aus“, sagt Stadtplaner Roland Balkenhol.

Aussichten: Plan des Büros Lohrer Hochrein mit Brücke und einem Teil des Parks.

Dazu wird das Vorhaben wieder der Kommunalpolitik vorgelegt. „Um Kosten zu senken, haben wir etwas abgespeckt.“ Und: Die derzeitigen Pläne stellten einen Vorentwurf dar, sagt Balkenhol. 

Doch im Frühjahr sollen Vorarbeiten auf dem Gelände beginnen. Da gibt es zum Beispiel eine geschotterte Fläche, in der noch Kabelkanäle liegen. Die Kabel sollen entfernt und der Schotter beseitigt werden. 

Wie und wann wird der Schrottplatz in die Planungen einbezogen? 

Das Gelände des Schrottplatzes an der Bahnhofstraße wird benötigt, um eine Zufahrt zum Park-and-Ride-Parkplatz am nördlichen Ende des Lenneparks zu erhalten. 

Die Stadt hat die etwa 1500 bis 2000 Quadratmeter große Fläche schon 2014 gekauft. „Damals wurde aber vereinbart, dass die Übergabe später stattfindet“, sagt Tanja Jäker, Abteilungsleiterin Zentrale Dienste und Gebäudemanagement bei der Stadt. 

Die Übergabe des Geländes soll laut Vertrag zum 1. Januar 2021 erfolgen – also in einem Jahr. 

Und wie passen die Pläne für den Lennepark mit dem möglichen Bau einer neuen Feuerwache auf dem Areal zusammen? 

Es ist mehrfach laut darüber nachgedacht worden, einen Teil des Geländes als Standort für die neue Feuerwache zu nutzen. „Mit mir hat niemand darüber gesprochen“, sagt Stadtplaner Roland Balkenhol. 

Er bezweifelt aber, dass ein solches Gebäude von der Größe her dorthin passt. Die Realisierbarkeit sei offenbar nicht geprüft worden. 

Wann soll der Lennepark fertig sein?

Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein sagt zum Bauabschnitt 1: „Ich bin guter Hoffnung, dass der Ende des Jahres erledigt ist. Aber das kann natürlich niemand garantieren.“ Der Bauabschnitt 2 bis hinauf zum Schrottplatz sei Sache seines Nachfolgers.

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