Lenne kratzt am Warnwert

Höchst provisorisch: Flatterband soll verhindern, dass Neugierige sich zu dicht an die reißende Lenne wagen.

ALTENA ▪ Tiefrot war der Märkische Kreis gestern den ganz Tag lang auf der Warnkarte des Deutschen Wetterdienstes. Altena indes ist von den Folgen des Sturmtiefs Joachim weitestgehend verschont worden.

Die einzige Besonderheit war ein heftiger Schneeschauer in den frühen Morgenstunden. Er sorgte in den höher gelegenen Stadtteilen für winterliche Straßenverhältnisse. Die MVG konnte deshalb Dahle kurzzeitig nicht mehr anfahren. Der Bauhof schickte umgehend Räumfahrzeuge auf die Strecke, die die Situation bald entschärft hatten. Ein spürbarer Temperaturanstieg half dabei mit.

Schüler kommen

pünktlich zur Schule

Völlig unberührt davon blieb der Schülertransport zu den Grundschulen Dahle und Evingsen: „Die Firmen, die unsere Schüler fahren, haben gute Winterreifen auf den Autos“, sagte Schulleiter Zündorf. Auch die übrigen Autofahrer waren offensichtlich vernünftig: Es habe keine größeren, witterungsbedingten Probleme gegeben, berichtete am Vormittag Matthias Radtke, der Leiter der Altenaer Polizeiwache.

Als der Schneefall in Regen überging, war der nicht so ergiebig, wie zunächst erwartet worden war. Die Lenne stieg zwar an, blieb tagsüber aber deutlich unter den kritischen Pegelständen. Die einzige Hochwasservorbereitung, die der Bauhof im Laufe des gestrigen Tages treffen musste,. waren höchst provisorisch anmutende Absperrungen an den Treppen der neuen Lenneterrassen. Flatterbänder sollen dort verhindern, dass sich neugierige Zeitgenossen zu dicht an den bei einem Wasserstand von 1,80 Meter doch ziemlich reißenden Fluss wagen.

Pegel am späten Abend

bei 2.10 Meter

Die Hochwassergefahr wurde zwar dadurch etwas gemildert, dass es am frühen Nachmittag wieder kälter wurde und der Regen auch in tieferen Lagen in Schnee überging. Trotzdem stieg der Pegel weiter an, gegen 16 Uhr hatte er einen Stand von 1,82 Metern erreicht – Tendenz steigend. Uwe Jansen vom Hochwasserwarndienst der Bezirksregierung ging zu diesem Zeitpunkt nicht davon aus, dass sich die Situation weiter verschärfen könne.

Tatsächlich stieg die Lenne etwas langsamer an. Um 21.30 Uhr lag sie haarscharf unter dem ersten Warnwert und lag damit noch rund 30 Zentimeter unter dem kritischen Wert. Der Baubetriebshof vertraute bis zu diesem Zeitpunkt auf Jansens Prognose und baute noch keine Schutzeinrichtungen ein. An der Lenneuferstraße parkten zu diesem Zeitpunkt noch zahlreiche Autos.

Aktuelle Infos ab

Samstag, 9 Uhr

Wie immer gilt: Sollte sich die Situation im Laufe der Nacht verschlechtert haben und die Lenneuferstraße überflutet sein, teilen wir das ab 9 Uhr auf unserer Homepage //www.come-on.de mit.

Von Thomas Bender

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