Keine Angst vor Aalen

ALTENA ▪ Das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz warnt derzeit vor dem Verzehr von selbstgefangenen Aalen. „Das ist kein Thema für uns“, sagt Michael Plata von der Interessengemeinschaft Lennetaler Sportfischer. Die mit Dioxin und PCB belasteten Fische kämen hauptsächlich in der Rhein-Ruhr-Region vor, so der Angler von Früh-Auf-Altena.

„Der Aal ist insbesondere dort belastet, wo Schwerindustrie ansässig ist und war“, sagt Plata. In der Lenne sei die Belastung deutlich geringer, ergänzt der Sportfischer. Natürlich läge auch hier beim dem sehr fetthaltigen Fisch eine gewisse Belastung vor, „doch solange man nicht jeden Tag Aal isst“, sei der Verzehr unbedenklich. Der Aal selbst hält sich gern am Grund eines Gewässers auf, zumeist an den Stellen wo sich auch eventuell belastetes Material absetzt. „An der Lenne ist die Situation aber unbedenklich. Wir haben hier die Gewässergüte 2“, betont der Angler. Zudem würde auch nicht sehr häufig Aal gefangen. „Das Maß wurde auf 50 Zentimeter heraufgesetzt, zudem ist das Tier während seiner Wanderung von Oktober bis März geschützt“, erklärt Plata.

Das Landesamt hatte belastete Tiere in elf verschiedenen NRW-Gewässern festgestellt. Betroffen sind die Sieg, Erft, Wupper, Rur, Niers, Schwalm, Lippe, Ruhr, Rhein, Berkel und die Urft-Talsperre. „Hätte es auch eine Belastung in der Lenne gegeben, wären wir informiert worden“, betont Plata.

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