Dahler sollen sich massenhaft beschweren

ALTENA ▪ Mit „punktuellen Reparaturen” will sich die CDU Dahle auf der Landstraße 698 nicht zufrieden geben: Die Christdemokraten haben in der vergangenen Woche mit dem Verteilen von Briefen in alle Haushalte begonnen. Darin rufen sie die Dorfbewohner auf, sich an den Landesbetrieb Straßen.NRW zu wenden und Druck auszuüben. Nicht erst, seit auf zwei ortszugehörigen Streckenabschnitten ein Tempolimit von 50 Stundenkilometern ausgerufen wurde, ist der Zustand ein Ärgernis.

Stoßdämpfer-Reparaturen sind schon länger ein „Routine-Eingriff“ in der Dorf-Kfz-Werkstatt. Christian Schulte ist auch ein Achsschaden bekannt, der durch die Schlaglöcher unter- und oberhalb des Dorfkerns entstanden sind. „Ich sehe mittlerweile auch die Qualität unseres Wohnwerts gefährdet“, erklärt Markus Höck, Vorsitzender der CDU Dahle. Die erste Reaktion des Osterbesuchers, der sich vergangene Woche bei Familie Korte einquartierte, sei gewesen: „Ihr habt aber schlechte Straßen hier!“, schilderte Tobias Korte im AK-Gespräch.

Die Dahler ärgert es, dass sie laut Aussage des zuständigen Landesbetriebs (wir berichteten) keinerlei Einfluss haben auf die Dringlichkeit einer Sanierung. Ortsvorsteher Helmar Roder verweist auf die in Teilabschnitten vorgenommene Straßensanierung in der Rahmede: „So könnte man bei uns auch vorgehen. Solche Baumaßnahmen dauern zwar insgesamt länger, sind aber auf Dauer kostensparend.”

Dieser Winter, so die Dahler Christdemokraten, gebe der verbliebenen Straßensubstanz den Rest. Frost und Schneepflugeinsätze hätten den Zustand in den vergangenen Wochen enorm verschlimmert. Flickschustereien mit Kaltasphalt seien schon in der Vergangenheit weitgehend wirkungslos geblieben. „Der Verkehr wird während solcher Maßnahmen ja noch nicht mal zum Aushärten gesperrt. Der nächste Lkw, der vorbei kommt, hat die Füllmasse dann am Reifen kleben”, schildert Tobias Korte.

Hans-Jürgen Piekarski fürchtet die anstehende Motorrad-Saison, weil die tiefen Löcher eine Unfallgefahr bergen. „In Zweirad-Foren im Internet wird bereits vor der L 698 gewarnt“, so Christian Schulte. Die Schwimmsportgemeinschaft habe im vergangenen Jahr auf den Straßenzustand reagiert und für die Teilnehmer des Triathlons die Schlaglöcher markiert, um Unfälle der Radfahrer zu vermeiden. „Kann das eine Lösung sein?“ fragen sich die Dahler.

In ihrem Brief an die Dorfbewohner fordern sie dazu auf, sich an den Hauptgeschäftsführer von Straßen.NRW, Siegfried Pudenz, zu wenden oder an Karl-Josef Fischer in der Regionalniederlassung Südwestfalen. Post- und E-Mailadressen sind in dem Brief der CDU zu finden.

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