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Tobias Rohde zeigt neue und bessere Lerntechniken

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Von: Hildegard Goor-Schotten

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Rohde Burggymnasium  Lerntechniken Gehirntraining
Beide Zeigefinger und Daumen gleichzeitig zu bewegen ist kein Problem. Knifflig wird es, wenn abwechselnd der Daumen der einen Hand hoch und der Zeigefinger der anderen Hand nach vorn soll. ©  Goor-Schotten, Hilde

Neue, bessere Lernstrategien entwickeln, sich mit positiver Pädagogik beschäftigen ist am Burggymnasium Altena (BGA) schon länger ein Thema. Nach der Corona-Zeit hat das noch einmal mehr an Bedeutung gewonnen. „Wir sehen, dass die Kinder Lücken entwickelt haben. Darauf müssen wir reagieren“, sagt die stellvertretende Schulleiterin Nadja Godefroid.

Altena – Gekümmert hat man sich jetzt einen ganzen Tag lang intensiv. Tobias Rohde, Bildungscoach und Juniordirektor des Fritz-Schubert-Instituts, kam dafür aus Heidelberg nach Altena, um morgens mit den fünften Klassen Gehirntraining zu üben, nachmittags die Lehrkräfte der fünften und sechsten Jahrgangsstufe mit alternativen Lernstrategien bekannt zu machen und abends die Eltern im schwierigen Umgang mit pubertierenden Jugendlichen zu unterstützen. „Mama, ich hasse dich! Lernen in der Adoleszenz“ war das Thema des Elternabends, bei dem der Experte viele Erziehungstipps gab (siehe Interview unten).

Es ist ein rundes Gesamtpaket für alle. Das ist toll und trägt zur Schule bei

Schulleiter Dennis Knebel

„Es geht immer darum, wie das Gehirn Zusammenhänge versteht und Entscheidungen trifft. Es ist gut zu wissen, wie das funktioniert“, stellte er die Verbindung zwischen allen Programmpunkten her. „Es ist ein rundes Gesamtpaket für alle. Das ist toll und trägt zur Schule bei“, dankte Schulleiter Dennis Knebel dem Referenten, der das Programm stemmte.

Lehrtrainer für das Schulfach Glück

Rohde ist auch Lehrtrainer für das Schulfach Glück, das vom Institutsgründer Ernst Fritz-Schubert entwickelt wurde. Mit Jacqueline Hauke-Ludwig hat sich eine Lehrerin am Burggymnasium von ihm ausbilden lassen – so kam der Kontakt zustande, der zu dem pädagogischen Tag am BGA geführt hat.

Spielerisch lernt es sich am besten

Profitiert haben gleich am Morgen die Fünftklässler. „Stellt euch vor, das Gehirn ist euer Spielkamerad“, brachte Rohde den Jungen und Mädchen die Funktionsweise dieses wichtigsten Organs anschaulich nahe. Ist der Spielkamerad überfordert, wird er müde, wütend, hat keine Lust mehr. Hat er Spaß an der Sache, kann er sich alles merken und lernen.

Der Trick sei es, Verbindungen und spannende Geschichten zu schaffen, vermittelte der Trainer seinen aufmerksamen Zuhörern. Schreibt man Vokabeln auf Kärtchen, mischt sie auf dem Tisch und schiebt die passenden Worte zusammen, wird daraus ein Spiel – das Lernen klappt besser. Mit einer Geschichte, die man sich zu den Zahlen ausdenkt, kann man sich auch Handynummern, Passwörter oder Matheformeln prima merken.

Fünftklässler machen begeistert mit

Das überzeugte die Kinder in den drei fünften Klassen, die begeistert mitmachten. Und vielleicht wird das ja langfristig so bleiben. Wie sich diese Herangehensweise im Unterricht umsetzen lässt, erarbeitete Rohde am Nachmittag mit den Lehrkräften.

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