Leerstand im Zentrum: Es bewegt sich was

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Neu im Sortiment: Backwaren bietet Carola Scholz (links) nun auch in ihrer Drogerie an.

Altena  - Es tut sich was in der Fußgängerzone: In einigen Läden wird gearbeitet, erweitert oder neu eröffnet. Ein Überblick.

"Tante Carolas Drogerie"

Zur Eröffnung am 1. August gab’s Landkuchen Heidelbeer oder Apfel. „Das ist schon ganz gut gelaufen“, sagte Carola Scholz erfreut. Sie betreibt seit knapp zwei Jahren mit ihrer Geschäftspartnerin Ulrike Singer das Geschäft „Tante Carolas Drogerie“ an der Lennestraße 78. 

Ab sofort verkauft das Duo mit seinem Personal dort auch Brot, Brötchen und Backwaren. „Wir sind mit Resch Frisch im Geschäft und backen auch selbst im Laden“, sagt Carola Scholz. Weil ein Teil der mehr als 400 Quadratmeter Geschäftsfläche bisher nur als Lager genutzt und vor dem Kundenbereich abgeteilt war, „haben wir uns entschlossen, die Backwaren mit ins Sortiment zu nehmen. Wir glauben, dass es dafür Bedarf hier bei uns in Altena gibt.“ 

Ihr Geschäft werde insgesamt gut angenommen, sagen die Geschäftsfrauen. Die anfänglich befürchtete zusätzliche Konkurrenz – und mögliche drastische Einkommenseinbrüche – durch den neuen Edeka-Markt an der Rahmede Straße konnten sie nicht feststellen. „Es läuft weiter. Ich glaube, es liegt auch ein bisschen an unserem Sortiment und der Lage mitten in der Innenstadt“, meint Carola Scholz. 

Alter Tonelli-Gefriermarkt

Dort, wo früher der Tonelli-Gefriermarkt war, sind zurzeit Handwerker dabei, das 180 Quadratmeter große Ladenlokal neben dem Haarstudio Flhair an der Lennestraße 75 umzubauen. Wie Denise Karakus auf Anfrage sagt, befinde sie sich noch in Mietverhandlungen, die kurz vor dem Abschluss stünden. 

Die Friseurmeisterin will ihren neuen Mieter noch nicht nennen. „Das mache ich erst, wenn alles unter Dach und Fach ist.“ In ihrer direkten Nachbarschaft wird aber kein Einzelhandelsgeschäft einziehen, so viel ließ sie bereits durchblicken. 

Goa-Kleidung und Co.

Ein Geschäft auf Zeit hat Petra Boland an der Lennestraße 32 eröffnet. Dort bietet sie unter anderem Gewürze, Tee, Goa-Kleidung, Räucherware und Geschenkartikel an. „Ich miete mich seit Jahren eine Woche vor und dann über den Mittelaltermarkt in der Stadt ein“, sagt die Geschäftsfrau. 

Sie führt in Neuenrade „Petras kleine Welt.“ Es lohne sich, diesen Aufwand zu betreiben, „denn das ist zum einen Werbung für mein Stammgeschäft. Andererseits zieht das Mittelalterfest immer viele Tausend Menschen an. Da kann man schon ganz gute Geschäfte machen.“ 

Frühere christliche Bücherstube

Neben der Geschäftsstelle unserer Zeitung an der Lennestraße 48 befand sich bis vor ein paar Wochen die Christliche Bücherstube. Dort wird in Kürze eine Teestube neu einziehen. Wann das genau ist, steht noch nicht fest, weil die Geschäftsräume zurzeit hergerichtet werden. 

Kaisergarten

Auch wenn viele Altenaer glauben, im ehemaligen Gebäude des Kaisergartens an der Lennestraße 54 tue sich etwas, weil dort auch Handwerker aktiv waren: Es ist nicht so.

In der Zahnarztpraxis von Dr. Dr. Markus Brehme gleich nebenan gab es einen Wasserschaden, den haben die Handwerker schlicht behoben. 

Nachmieter gesucht

Nachmieter gesucht werden für den Asia-Wok-Imbiss an der Kirchstraße 40. Dort erinnert im Fenster nur noch ein Schriftstück an die bisherige Nutzung. 

Auch das ehemalige Café Reidemeister und der bisher als Ledershop genutzte Laden warten auf eine neue Nutzung. 

Etwas gewagt mutet angesichts von rund 40 Leerständen zwischen Markaner und dem Stapel-Center die Werbung der Stadt am Info-Punkt Langer Kamp an. Dort heißt es unter dem Button Innenstadt unter anderem: „ (....) Es gibt nur wenige Einzelhandelsketten, die Altenas Innenstadt mit anderen Fußgängerzonen verwechselbar machen könnten. Vielmehr überraschen die kleinen Läden mit Service und ausgewähltem Angebot."

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