Leerstand bekämpfen ist Aufgabe aller Bürger

Leerstände zu bekämpfen – das gehe alle Altenaer an, meint Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein.

ALTENA - Bereits im Juni soll aus der losen Interessengemeinschaft „Wir reduzieren den Leerstand in der Lennestraße“ ein eingetragener Verein werden. Das ist das Fazit, das Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein gestern über eine erneute Zusammenkunft zu diesem Themenkomplex im Stadtinformationsbüro zog.

Gemeinsam mit seinem Stadtplaner Roland Balkenhol war das Stadtoberhaupt zwar über die Resonanz des Dienstagabends enttäuscht – es kamen nur 15 Bürger – aber das hindert Hollstein nicht, weiter Gas zu geben. Erneut seien viele gute Ideen aufs Tapet gekommen, die es jetzt weiter zu entwickeln gelte. Waren beim ersten Treffen noch 80 Altenaer dabei gewesen, will Hollstein diese namentlich bekannten Personen jetzt noch „einmal gezielt anschreiben und ansprechen.“ In der Folge wird er dann ein weiteres Treffen anbieten, „das dann offen ist für alle Altenaer, die sich einbringen wollen.“

Der Bürgermeister unterstrich noch einmal, dass die Arbeit des Vereins keineswegs im operativen Geschäft verlaufen solle. „Wir wollen keinen zweiten Stadtmarketing-Verein installieren“, doch gelte es jetzt mit ganzer Kraft etwas gegen die vielen Leerstände zu tun. Er sei sich im Klaren darüber, dass nicht alle Geschäftshäuser vermietet werden könnten, aber die neue Lenkungsgruppe sei mit vielen Immobilienbesitzern bereits in guten und konstruktiven Gesprächen.

Mit konkreten Ideen, was denn an neuem Geschäftsleben in der unteren Lennestraße einziehen könnte, wollte Hollstein nicht heraus. „Ich glaube, das wäre verfrüht und vielleicht sogar kontraproduktiv bereits zum jetzigen Zeitpunkt etwas dazu zu sagen. Wir haben gute Ideen, die auch realistisch sind“, meinte er nur.

Von der vielleicht Ende Mai stattfindenden weiteren Bürgerversammlung erhofft er sich eine Art „Brainstorming“ und holt dazu Corina Turner und Dr. Jürgen Sauser als Moderatoren mit ins Boot und setzt bewusst auf deren Fachverstand.

Die Satzung des neuen Vereins, die ein örtlicher Anwalt und Notar in Arbeit hat, sei fast fertig. Damit sei die Verabschiedung wohl auch kaum mehr als reine Formsache. Es gelte jetzt, einen Vorstand zu bilden, damit der neue Verein auch nach außen treten können. Wie berichtet, ist es wichtig, dass das Instrument Verein gewählt wird, um bei vielen Stellen überhaupt Förderanträge stellen zu können. ▪ Von Johannes Bonnekoh

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