Ledermacher führt in altes Handwerk ein

ALTENA - So mancher Besucher blieb erstaunt stehen an der Glastür zur Cafeteria in der Burg: Da wurde im historischen Gemäuer doch tatsächlich handwerklich gearbeitet! Der Altenaer Ledermacher Andreas Blumenthal, von Mittelaltermärkten besser bekannt unter dem Namen „Ansgars Lederey“ hatte wieder einmal einen Lederworkshop angeboten, der schnell ausgebucht war.

Gisela Ossenberg hatte sich rechtzeitig mit ihren Söhnen Gero und Leonhard angemeldet. Die Altenaer nutzten die Gelegenheit, hier neue Scheiden für ihre Messer anzufertigen, von denen sie einige beim Pilzesuchen im Wald verloren hatten.

Zum Glück

Kerstin Höppe hatte aus der Zeitung von dem Workshop erfahren, „Zum Glück“, wie die Hemeranerin betont. „Wir besuchen gerne Workshops, es ist wichtig für die Kinder zu erfahren, was man mit welchen Materialien machen kann.“ Sie war mit ihren Töchtern und deren Freundinnen gekommen und die fünf stellten hier ganz individuelle Armbänder her.

Eine noch weitere Anfahrt hatte Birgit Hummel. Sie wohnt in Velbert und wollte ein ganz besonderes Armband herstellen. Lange hatte sie nach einem Lederworkshop in der Nähe gesucht, über‘s Internet wurde sie dann in Altena fündig.

Ein breites, dunkles Lederarmband mit einer Schnalle wollte sie herstellen und erfuhr schnell, worauf es bei den Lederarbeiten ankommt: Besser zu lang, das kann man abschneiden! Annähen dagegen ist äußerst mühsam.

Für eine gerade Naht muss zunächst mit einem Rädchen der Verlauf und der Abstand der Löcher vorgezeichnet werden, dann werden die Löcher mit einer Ahle vorgestanzt und erst dann kann genäht werden.

Nähen

Wer auch Interesse an dieser handwerklichen Tätigkeit hat, kann sich direkt in der Werkstatt in der Lennetraße melden, denn auch dort bietet Andreas Blumenthal Workshops für Erwachsene und für Kinder an.

von Silva Sauser

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