NRW-Fördetopf

Leben für die Innenstadt: Altena bekommt viel weniger Geld als andere Städte im MK

Ziemlich leer: Altenas Innenstadt. Das sollen diverse Aktionen und Projekte ändern. Für diese gibt es Geld vom Land.
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Ziemlich leer: Altenas Innenstadt. Das sollen diverse Aktionen und Projekte ändern. Für diese gibt es Geld vom Land.

50.000 Euro bekommt Altena vom Land NRW zur Belebung der Innenstadt. Es gibt konkrete Pläne für das Geld. Doch andere Kommunen im MK bekommen das Zehnfache.

Altena – Pop ups (Geschäfte auf Zeit also) wird es in der Adventszeit in der Altenaer Innenstadt geben. Die Stadt stellt sie Kunsthandwerkern und Hobbykünstlern zur Verfügung, um zur Belebung der Innenstadt beizutragen. Das kostet Geld. Da trifft es sich gut, dass das NRW-Heimatministerium Altena Geld aus dem „Sofortprogramm Innenstadt“ zur Verfügung stellt. Gut 50 000 Euro werden überwiesen.

„Verfügungsfonds Anmietung“ heißt der Fördertopf, aus dem die Stadt das Geld beantragt hat. Sie will damit leer stehende Ladenlokale anmieten und dann zu einer reduzierten Miete an Geschäfte des „kleinteiligen Einzelhandels und des Dienstleistungsgewerbes“ weitervermieten, erklärt die städtische Wirtschaftsförderin Sara Schmidt.

Leere Läden für Direktverkauf, als Showrooms und mehr

Und das nicht nur für die Adventszeit: Bis zu zwei Jahre soll die Miete bezuschusst werden. Allerdings dürfen die Ladenlokale nicht größer als 300 Quadratmeter sein. Mehr Fläche hat aber sowieso kaum ein Laden in der Altenaer Innenstadt. Leer stehende Ladenlokal eigneten sich für eine Vielzahl von Nutzungen, meint man im Rathaus.

Neben Einzelhandels- und Gastronomie-Startups fallen Schmidt der Direktverkauf landwirtschaftlicher Produkte, Showrooms des am Ort ansässigen Online-Handels, Kinderbetreuungsangebote oder bürgerschaftliche Aktivitäten wie Repair-Cafés ein. Wichtig sei vor allem, dass es sich um „Frequenzbringer“ handelt, also um Läden, die Leute in die Stadt locken.

Werdohl bekommt zehnfache Summe

Das NRW-Heimatministerium schüttet insgesamt 40 Millionen Euro an die Kommunen aus. Der Märkische Kreis wird dabei gut bedient, deutlich über zwei Millionen Euro fließen an die Kommunen zwischen Hönne und Volme. Besonders gut kommt Menden weg.

Dort fördert das Land Maßnahmen für die Innenstadt mit knapp 800 000 Euro – das ist deutlich mehr, als Großstädte wie Dortmund oder Gelsenkirchen bekommen. Knapp 570 000 Euro fließen nach Werdohl.

Die Nachbarstadt, der durch die Schließung des WK-Warenhauses und weiteren Geschäftsaufgaben ebenfalls eine Leerstandsproblematik droht, hatte in ihrem Förderantrag geklotzt statt gekleckert und gleich drei Projekte zur Förderung vorgeschlagen.

Stapelcenter ein Thema für Förderung

Der Punkt „Unterstützungspaket Einzelhandelsgroßimmobilien“ befasst sich mit tragfähigen Nutzungsmöglichkeiten ehemaliger Kaufhäuser. Diese Problematik stellt sich auch in Altena.

Allerdings habe der Eigentümer des Stapelcenters im Sommer keine Bereitschaft signalisiert, sich an Förderprogrammen zu beteiligen, heißt es im Rathaus. Für den Fall, dass sich das ändere – Gespräche seien vorgesehen –, werde man möglicherweise einen weiteren Förderantrag stellen.

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