Nettenscheid-Initiative lässt Ideen sprudeln

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Unterstützen die Nettenscheider: Raumplaner David Froessler und Annette Wesemann, bei der Stadt derzeit für bürgerschaftliches Engagement zuständig. ▪

ALTENA ▪ Man lässt sich etwas einfallen auf dem Nettenscheid: Selbst mit den Brötchentüten des mobilen Bäckers wurden die Einladungskarten für den ersten Nettenscheider Ideen-Treff verteilt. Im Bürgerzentrum ging es darum, Vorschläge für den Ortsteil zu sammeln. Das Motto: „Gemeinsam mitgestalten und verändern!“

Die Resonanz war dann auch besser, als es die Organisatoren Christopher Rosenbaum und Sven Pofahl erwartet hatten. Mit David Froessler von der Düsseldorfer Agentur Urbano stand den Besuchern des Ideentreffs ein Mann zur Seite, der schon am Knerling sowie in Dahle und Evingsen ähnliche Bemühungen unterstützt hatte und dort Impulse geben konnte. Das Büro ist auf die Begleitung und Moderation von kommunalen Projekten bis hinunter auf die Stadtteilebene spezialisiert.

Auslöser für den Nettenscheider Idee-Treff war die Schließung des Kindergartens, eine der letzten Gemeinschaftseinrichtungen der Siedlung, wenn man vom Bürgerzentrum und der Gaststätte Mayweg einmal absieht. In der abendlichen Runde wollte man Ideen sammeln, wie ein Stück Gemeinschaft und gelebte Nachbarschaft erhalten werden kann. „Leben in den Ortsteil bringen“, hatte Rosenbaum sein Ziel beschrieben.

Es zeigte sich, dass der Nettenscheid mit seiner zweifellos reizvollen Lage einiges an Potenzial aufbieten kann. Ideen flossen reichlich. Einige Stichworte: Müllsammlung, Osterfeuer, Computer- und Handyschulungen, Vorträge oder Zumbakurse. Banner oder Tafeln könnten über Veranstaltungen informieren, auch ein Aushangkasten wäre sinnvoll. Selbst über eine Quartierszeitung wurde nachgedacht, die halb- oder vierteljährlich erscheinen könnte. Und das Internet: Es besteht bereits eine Nettenscheid-Gruppe im Netzwerk „Facebook“, die bald öffentlich zugänglich sein wird, und mit Gerd Hensel gibt es jemanden, der eine Seite unter der Adresse http://www.altena-nettenscheid.de betreibt. Auch hier sollen Neuigkeiten und Berichte verbreitet werden. Aber es ist klar: „Wir müssen auch die erreichen, die keinen Internetzugang haben oder mit dem Computer nichts anfangen können“, sagt Christopher Rosenbaum.

Nach der Ideensammlung will David Froessler nun ein konkretes Konzept zusammenstellen, wie die Nettenscheid-Anwohner ihre Ziele erreichen können. Das nächste Treffen mit dem Raumplaner der Urbano-Agentur ist für den 20. Dezember um 19 Uhr vereinbart worden. Nach Möglichkeit soll es im Haus Mayweg stattfinden.

Die Nettenscheid-Initiative strebt im Übrigen keinen Zusammenschluss in Form eines Vereins an. „Wir wollen eine offene Gruppe bleiben“, sagt Christopher Rosenbaum. Jeder solle die Möglichkeit haben, sich nach seinen Möglichkeiten zu beteiligen, ohne dabei Angst vor Verpflichtungen zu haben. Einen prägnanten Namen möchte man sich mittelfristig aber trotzdem geben. ▪ Thomas Keim

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