„Last minute“ wird seltener

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Dorothee Behrend (rechts) von Bartels Raumausstattung: „Dieses Jahr ist es bei uns gut gelaufen.“ ▪

ALTENA ▪ „Wir haben viele Stammkunden, nicht nur aus Altena. Die wissen, was sie an uns haben“, sagt Ulrike Hücking vom Haus der Geschenke. Seit 38 Jahren steht sie hinter der Ladentheke und sagt über das heute zu Ende gehende Weihnachtsgeschäft: „Einkäufe auf den letzten Drücker nehmen immer mehr ab. Insgesamt sind wir aber sehr zufrieden.“ Von Johannes Bonnekoh

Damit befindet sich die Geschäftsfrau auf einer Linie mit ihren Kolleginnen und Kollegen in der Stadt. „Heute erwarten wir zwar noch einmal einen starken Tag, aber ansonsten ist es super gelaufen“, so Ulrike Betzler-Hüttemeister (Juweliergeschäft).

Optikermeister Christian Berndt meint: „Es ist erstaunlich gut gelaufen in diesen Advents- und Weihnachtstagen.“ Eine Erklärung hat er nicht, denn Brillen seien an sich nicht das typische Adventsgeschäft.

„Blumen gehen immer – aber meist auf den letzten Drücker“ – das sagt Werner Junghein von der Gärtnerei Knoop. Noch hat er zahlreiche Tannenbäume zur Auswahl. Viele kauften halt gerne die Christtanne erst am Heiligen Abend.

Tanja Busch (Wohnraum erleben) zieht eine „sehr gute Bilanz des diesjährigen Weihnachtsgeschäftes. Ich glaube persönlich, die last minute-Einkäufe werden einfach seltener.“

Marlies Rechenberg (Boutique Marlies) ist zwar zufrieden, hofft aber noch auf den „Schwung, der sich meist einstellt, wenn unter dem Gabentisch Geldgeschenke liegen. Davon profitiere ich regelmäßig. Mal sehen“, blickt sie nach vorn.

Gerhard Kramer (Sanitätshaus Drewes) ist eher nicht so ganz zufrieden. Er sieht schon eine große Zurückhaltung und blickt etwas sorgenvoll Richtung Januar. „Das ist erfahrungsgemäß ein eher schwacher Monat für uns.“

Frederike Haar (Zetzmann und Bröer): „Alles gut - das Geschäft läuft.“

Heike Kalupka (Ledershop): „Wir haben als Fachhandel immer eine Chance. Unser Sortiment stimmt und selbst junge Leute brauchen schon Beratung.“ Sie ist zufrieden mit dem Geschäftsverlauf. Die letzte Woche vor dem Fest sei dabei immer so etwas wie „die rettende Zeit im Jahresverlauf“, scherzt sie.

Dorothee Behrend (Bartels Raumausstattung) hat festgestellt, dass die Altenaer viel Wert darauf legen, es schön zu Hause zu haben. Ihr Fazit: „Es lief, auch wenn wir natürlich 90 Prozent des Umsatzes über das Handwerk abwickeln.“

Buchgeschenke seien irgendwie unvergänglich, heißt es aus der Buchhandlung Katerlöh. „Der Run hat sich etwas entzerrt, wir hatten die ganze Adventszeit gut zu tun“, so Chefin Gerlinde Fuhrmann.

Liesel Neuhaus (Moden Neuhaus) hat ihre Stammkunden ganz gezielt beworben. „Das Ergebnis ist, dass wir sehr zufrieden sind. Es ist super gelaufen.“ Es scheine, dass sich viele Altenaer wieder auf ihre Stadt besönnen.

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