Langenfelder Jungwehr übt in Altena

ALTENA ▪ Dichter Rauch quoll am Samstag aus dem alten Bürogebäude der Firma Graetz. Grund dafür war eine Übung der Jugendfeuerwehr Altena. Zusammen mit der befreundeten Wehr aus Langenfeld nutzen sie das leer stehende Gebäude, um ihr theoretisch erlerntes Wissen in der Praxis zu testen. Gefragt waren Koordination und Teamarbeit.

Zwei feuerwehreigene Nebelmaschinen sorgten dafür, dass man in der ersten Etage des Gebäudes die Hand vor Augen nicht mehr sehen konnte. Sich ohne Sicht zu orientieren – keine leichte Aufgabe für die Nachwuchsfeuerwehr. Aber damit nicht genug. Zudem galt es, verletzte Personen aus der verqualmten Etage zu bergen und zu versorgen. Feuergeprassel, Schreie und Explosionsgeräusche aus den Lautsprechern sorgten für eine realistische Atmosphäre und gaben der Übung Authentizität.

„Das ist das erste Mal, dass sie mit Atemschutz und Maske üben“, erklärte Philipp Wefer, Mitglied der Jugendfeuerwehr. Eine besondere Herausforderung für die Jugendlichen. Denn das eingeschränkte Sichtfeld kann in extremen Situationen Beklemmungen auslösen, so dass nicht jeder Feuerwehrmann mit dem Atemschutz zurechtkommt. „Wir haben im Vorfeld allerdings ausprobiert, wer mit den Masken Probleme hat“, ergänzte Wefer. Simuliert wurde zudem der Löschangriff von außen und innen.

Eine solche Großübung findet einmal im Jahr statt und dient dazu, die Nachwuchsfeuerwehr auf den späteren Ernstfall vorzubereiten. Ebenfalls mit dabei war der Stadtsicherheitsbeauftragte der Stadt Altena, Michael Wefer. Er kontrollierte, ob alle Sicherheitsbestimmungen erfüllt und die Gefahrenstelle ordnungsgemäß geräumt wurde. In einer Nachbesprechung wurden eventuelle Mängel aufgedeckt und besprochen.

Zudem wurde der Einsatz der Jugendfeuerwehr mit der Kamera begleitet, so dass sich die Jugendlichen selbst in Aktion sehen konnten. So kann das Verhalten im Ernstfall im Nachhinein besser beurteilt und analysiert werden. ▪ ch

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