1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Altena

Lange Schlangen vor dem Testzentrum: DRK will nachbessern

Erstellt:

Von: Maximilian Birke

Kommentare

Eine lange Warteschlange hatte sich vor dem Testzentrum gebildet.
Eine lange Warteschlange hatte sich vor dem Testzentrum gebildet. © Maximilian Birke

Mächtiger Ansturm auf Corona-Schnelltests: Kurz nach 9 Uhr reichte die Warteschlange vor dem Testzentrum in der Burg Holtzbrinck bis zum Parkplatz am Küstersort. Das DRK nennt Gründe dafür und will nachbessern.

Altena – Viele Bürger wollten augenscheinlich das Angebot in Anspruch nehmen. Wartezeiten von einer Stunde und mehr waren die Konsequenz für all jene, die im Voraus keinen Termin gebucht hatten.

Wie Pascal Hülle, Vorstand des Deutschen Roten Kreuzes als Träger, auf Anfrage erklärte, gibt es für die kurzfristige Überlastung gleich mehrere Gründe. Größtes Problem sei, dass viele Bürger im Testzentrum aufschlagen würden, ohne sich zuvor online angemeldet zu haben. Die Kapazitäten des Testzentrums seien begrenzt, sagt Hülle.

„Die Zeiträume, die wir im Buchungssystem freischalten, können wir sicher bedienen.“ Deshalb bittet das DRK dringend, die Buchung über die Internetseite schnelltest-drk-mk.de auch wahrzunehmen. Wer unangemeldet kommt, muss warten. „Diejenigen, die einen Termin haben, werden vorgezogen“, betont Hülle.

Zweite Ursache für den Trubel am Mittwochmorgen sei gewesen, dass die Politik „mehr oder weniger von heute auf morgen beschlossen“ habe, dass Tests wieder verstärkt in Bereichen des alltäglichen Lebens benötigt werden. Durch die schlagartig gestiegene Nachfrage seien vielerorts die Testzentren überlastet worden. Die Betreiber hatten in den vergangenen Wochen erst Personal abgebaut. Während die Schnelltests kostenpflichtig waren, hatte die Nachfrage nämlich stark nachgelassen.

Nun soll das Personal wieder aufgestockt werden. Pascal Hülle erklärt, dass künftig wieder vier Mitarbeiter in der Burg Holtzbrinck beschäftigt sein werden. Momentan sind es zwei Angestellte, die sich um die Anmeldung und die Abstriche kümmern. Die Mitarbeiter in den Testzentren des DRK würden für alle Aufgaben rund um die Schnelltests geschult, betont Hülle. Die vier Mitarbeiter sind dadurch flexibel je nach Bedarf im Testzentrum einsetzbar, egal, ob für verwalterische Tätigkeiten oder für das Testen selbst.

Es gibt noch ein drittes Problem, auf das Hülle aufmerksam macht: Durch die explodierte Nachfrage werden Schnelltests derzeit wieder knapp. Hersteller haben die Preise angezogen, dies betrifft vor allem die freiverkäuflichen Tests. Ob sich das weiter auswirken wird, bleibt abzuwarten.

Der DRK-Vorstand ist fürs Erste optimistisch, dass sich die Situation in der Burg Holtzbrinck wieder normalisieren wird: sobald zusätzliches Personal eingestellt wurde und die Bürger online ihre Termine buchen. Wer interessiert ist, in der Burg Holtzbrinck beim Testen mitzuhelfen, kann sich übrigens direkt beim DRK bewerben. Es reicht eine einfache E-Mail an info@drk-im-mk.de. Die Erreichbarkeit der Internetseite des Testzentrums werde sich wohl ebenfalls noch verbessern.

Man arbeite dabei mit einem externen Dienstleister zusammen. Die Bereitstellung der Testergebnisse erfolge nahezu voll automatisiert. Am Mittwoch kam es jedoch kurzfristig zu Störungen, die sich darin äußerten, dass Testergebnisse nicht abrufbar waren. Dies lag vermutlich an einer kurzfristigen Überlastung des Systems.

Auch interessant

Kommentare