Im Dahler Hallenbad bleiben die Knie unbedeckt

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Dieser junge Herr trägt die richtige Länge bei seiner Hose, doch gut erkennbar darunter noch Boxershorts. ▪

ALTENA ▪ War es früher einmal „unziemlich“ in Frei- und Hallenbad die Knie und sehr viel Bein zu zeigen, ist es heute verboten, diese Körperteile zu verdecken. Darauf weisen zumindest im Dahler Frei- und Hallenbad eindeutige Verbotsschilder hin.

Abgebildet sind darauf eine lange Dreiviertelhose und eine weiße Unterhose als Beispiele. In großer roter Schrift prangt darunter der Schriftzug „Verboten“ – in deutscher und türkischer Sprache. „Wir haben festgestellt“, sagt der Bäderfachangestellte Falko Sommerfeld, „dass viele, vor allem junge Besucher, darunter noch ihre Unterhose tragen.“ Für den Badangestellten ist dies Ausdruck der Hiphop-Kultur. „Es scheint einfach cool zu sein, wenn ein Stück der Unterhose oben aus dem Badeshorts herausragt“, so Sommerfeld.

Gegen die doppelte Bekleidung im Bad und deren „Überlänge“ sprächen zudem auch Gründe der Wasserersparnis, gibt Sommerfeld an. „Die ziehen uns ja literweise das Wasser aus dem Becken.“ Deswegen seien ja auch T-Shirts verboten. Dafür gebe es extra Schwimmtextilien, ergänzt der Badangestellte. Dazu gibt Falko Sommerfeld an, werde das Wasser durch Shorts und Unterwäsche verunreinigt.

Bestimmte Badeshorts – nicht knielang, laut Verbotsschild – werden allerdings geduldet. Das Vorbild für die Schilder kommt aus den Iserlohner Bädern. „Das haben wir uns da ausgeborgt“, so Sommerfeld.

Eine kleine Aktion entstand kürzlich eher aus Spaß im Dahler Hallenbad. Walter Schumacher (66) zieht dort regelmäßig seine Bahnen, hatte allerdings kein Seepferdchen. Schnell wurde die Idee in die Tat umgesetzt es nachzuholen und für das Abzeichen galt es eine kleine Spende an den Förderverein zu entrichten. „Das bieten wir jedem an“, so Falko Sommerfeld – natürlich nur gegen die kleine Spende.

Neu im Badbereich ist zudem ein kleiner Büchertisch. Der eine oder andere Schmöker lädt nach dem Schwimmen noch zum kurzweiligen Verweilen am Beckenrand ein. ▪ David Schröder

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