Dahle wartet auf Straßenbau

Eine Problemstraße ist die Landstraße 698 seit Jahren. Zwei Abschnitte sind mittlerweile erneuert, auf einen dritten – eventuell sogar einen vierten – warten die Dahler.
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Eine Problemstraße ist die Landstraße 698 seit Jahren. Zwei Abschnitte sind mittlerweile erneuert, auf einen dritten – eventuell sogar einen vierten – warten die Dahler.

Dahle wartet darauf, dass auch das letzte Teilstück der Landstraße 698 erneuert wird.

Altena – Es holpert noch immer stark, wenn man mit einem Kraftfahrzeug Dahle durchquert. Wer aus Richtung Neuenrade in Richtung Westiger Straße fährt, wähnt sich zunächst in einer Schwebebahn – sanftes Gleiten auf einer neuwertigen Fahrbahnoberfläche. An der Kreuzung Kämpenstraße/Mühlenstraße ist dann aber Schluss mit lustig. Derbe Schlaglöcher erwarten den Autofahrer. Es rumpelt und rattert, dass es für die Stoßdämpfer keine Freude ist – und auch andere Fahrwerksteile werden hier einer derben Belastungsprobe unterzogen. An den Firmen Diekgraefe und Möhling und am Aldi-Markt vorbei, schließlich die Firma Schmale passieren und am Stahlwerk ankommen: Wer bis jetzt noch etwas schläfrig war, der ist nun richtig wach – wachgerüttelt.

Die Schilder, die wegen Straßenschäden auf eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h hinweisen, sind eigentlich nicht erforderlich. Wer sein Auto nicht quälen möchte, wählt wohl gerne freiwillig Tempo 30.

Erste Arbeiten in 2014 und 2019

Kleiner Rückblick: Die Sanierung der Strecke hatte 2014 zwischen dem Dahler Ortsausgang und Neuenrade begonnen. Dann mussten die Dahler – und alle, die Dahle durchfahren wollten – Geduld beweisen. Denn erst 2019 ging es weiter mit der Straßenerneuerung, diesmal durch den Ortskern.

Es gab zunächst die Hoffnung, dass Straßen.NRW als Baulastträger der Landstraße das Projekt „durchziehen“, also ab der Einmündung Kämpenstraße/Mühlenstraße talwärts bis zur Einmündung Westiger Straße fortsetzen würde. Doch das war nicht so.

„Das allerschlimmste Stück Straße“

Seither warten die Dahler, dass sich etwas tut. Ortsvorsteher Helmar Roder betont: „Das ist wirklich das allerschlimmste Stück Straße, das wir haben.“ Über eine Anfrage beim heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick habe er erfahren, dass sogar schon Geld für die weitere Sanierung im Etat 2020 eingestellt worden war. Es ging um 341 000 Euro. Geld für die weitere Sanierung steht auch 2021 zur Verfügung. Bei Straßen.NRW ist das Problem L 698 bekannt. „Wir sind dabei, die Projekte für dieses Jahr abzustimmen“, sagt Pressesprecher Andreas Berg. Konkreteres, etwa ein Zeitfenster für Dahle, könne er noch nicht benennen. Aber Berg verspricht: „Diese Straße wird prioritär behandelt.“ Sie steht also offenbar ziemlich weit oben auf der Liste für dieses Jahr. Das hofft Helmar Roder sehr: „Wir brauchen jetzt ein klares Zeichen.“ Denn „diese Bastelei mit der Schüppe“, wie er die provisorischen Reparaturen nennt, nervt nicht nur ihn.

Das Argument für die Sanierung in mehreren Stufen: Die Baustellen in Dahle und auf der Westiger Straße sollen sich nicht in die Quere kommen. Dies sei aber nicht mehr lange ein triftiger Grund, meint der Ortsvorsteher. Schließlich wird damit gerechnet, dass die Baustelle in der Nette, wo auch Leitungen erneuert werden, bis Ende Mai abgeschlossen werden kann. Und dann wäre Platz und Zeit für die Baustelle in Dahle.

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