Landrats-Stichwahl: Vormann, SPD, setzt auf Sieg

Lutz Vormann und Helmut Göß plakatierten zurzeit im Stadtgebiet die neuen Landrats-Plakate für die Stichwahl.  Foto: Bonnekoh

Altena -    Die Landratswahl im Märkischen Kreis ist noch nicht entschieden. Die Wähler müssen am Sonntag, 15. Juni, noch einmal an die Wahlurnen. Dann können sie sich in den bekannten Wahllokalen in der Zeit von 8 bis 18 Uhr zwischen Amtsinhaber Thomas Gemke (CDU) und seinem Altenaer Herausforderer Lutz Vormann (SPD) entscheiden.

Der 48-Jährige war Freitag, 30. Mai 2014, stadtweit mit dem SPD-Wahlkampf-Bulli unterwegs. Gemeinsam mit Parteifreund Helmut Göß klebte er neue Wahlplakate für die Stichwahl. „Die Chance auf einen Wechsel ist einfach da!“, gab sich Vormann optimistisch. Dass Gemke die Wiederwahl nur um Zehntel Prozentpunkte am Superwahl-Sonntag im ersten Durchgang verpasst hat, kommentierte Vormann nicht weiter. „Ich sehe der Stichwahl gelassen entgegen.“ Er sehe gute Chancen, das Landratsamt wieder für die SPD zurückzuholen. Das setze aber voraus, „dass sowohl hier in Altena, als auch in den anderen Kommunen die Ortsvereine noch einmal aktiv werden.“ In der Burgstadt laufe die Unterstützung für seine Person gut, mit allen anderen Ortsvereinen im Kreis „bin ich im Gespräch und werde persönlich bis zum letzten Moment Gespräche mit Bürgern fühlen und für einen Wechsel werben.“

Zum Greifen nah sieht Vormann die Chance, Gemke aus dem Amt zu kippen. Denn neben den Stimmen für die SPD gäbe es noch ein gutes zweistelliges Prozentpolster von Wählerstimmen, das wohl eher in Richtung Sozialdemokratie neige, als in Richtung Union.

Sorge bereitet Vormann einzig, dass die Wahlbeteiligung nach unten fallen könnte. „Alle SPDler müssen deshalb Vollgas geben. Es muss dem Bürger bewusst werden, was der Kreis entscheidet. Das ist eben keine ferne Behörde, was hier passiert, geht im Grunde jeden an.“

Noch einmal erneuerte Vormann beim Kleben von Plakaten in Dahle, „dass sich etwas ändern muss: Die Verwaltung muss noch bürgernäher werden.“ Er setze da auf das klasse Mitarbeiterteam. Es habe es verdient, auch entsprechend wertgeschätzt zu werden. Zudem möchte er den Öffentlichen Personennah-Verkehr, ÖPNV, stärken und aufwerten. Es gibt viel zu tun. Ich bin dazu bereit.“

von Johannes Bonnekoh

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