Läuft und läuft und läuft... Altenaer ist Käfer-Fan

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Käferfan durch und durch: Markus Pfüger.

ALTENA - Markus Pflüger, seit einem halben Jahr Finanzchef der Stadtwerke, hat sich einen Jugendtraum erfüllt. Er fährt wahrscheinlich das auffälligste Auto aller Mitarbeiter. Tag für Tag stellt er zum Dienstbeginn einen feuerroten VW Käfer mit dem Kennzeichen MK-MP 1976 an der Linscheidstraße ab.

„Vor meinem Wechsel zu den Stadtwerken habe ich immer PS-starke Dienstwagen gefahren. Als das wegfiel, stand ich vor der Entscheidung, was für ein Auto soll es sein“, erinnert er sich. Und weil er seiner Ehefrau immer von einem Käfer vorschwärmte, ermutigte sie ihn: „Du hast es zwar nicht weit vom Breitenhagen, aber, ich sage mal: Wenn nicht jetzt, wann dann?“ Und während er seinen „Liebling“ für das Foto aus der engen Parkbucht herausfährt, sagt ein vorbeieilender Passant: „Ja, läuft und läuft und läuft. Ich habe selber drei gefahren.“ Markus Pflüger hört das oft und fühlt sich bestätigt. Ein Missverständnis muss er aber sofort ausräumen: „Die Ziffer 1976 am Kennzeichen steht nicht für das Baujahr meines Autos, sondern für mein Geburtsjahr. Mein VW ist ein Mexico-Käfer und wurde 1985 in der Nähe von Mexiko-Stadt gebaut und dann von einem saarländischen Händler zurückgeholt.“ Aktuell hat das Auto 148 500 Kilometer gelaufen und hatte vor dem Burgstädter nur zwei Vorbesitzer. „Bei 100 000 Kilometer Laufleistung wurde allerdings ein original VW-Austauschmotor eingebaut.“

Der 35-Jährige „wollte nach der Führerscheinprüfung immer Käfer fahren, weil ich das cool fand“, so der Familienvater, dessen kleiner Sohn „am liebsten von Papa zur Schule gebracht wird, mit dem feuerroten Auto.“

Das fand er übrigens bei einem Händler in Lüdenscheid. Mehrere Käfer hatte der im Angebot, doch Markus Pflüger wollte unbedingt ein rotes Fahrzeug. „Ehrlich gesagt, niemand hat geglaubt, dass ich das wahr mache, ein rotes Auto zu kaufen.“ Doch das sei ihm wichtig gewesen. Zumal er so ganz nebenbei noch Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr ist.

16 Liter schluckte der VW auf 100 Kilometer, als Pflüger ihn kaufte und dazu etwa einen Liter Öl auf 1 000 Kilometer. Kfz-Meister Stübner in der Nette stellte ihn aber so ein, dass er jetzt „bei etwa neun Litern liegt.“

110 Kilometer schnell ist das 34 PS starke Auto mit seinen 1 200 Kubikzentimetern. „Auf der Bahn gehen wirklich bei Tempo 100 km/h die Türen auf“, scherzt Pflüger. Sein „Käfi“, wie das Auto vom Sohn genannt wird, habe ihn gut durch den Winter gebracht, mit einem nützlichen Extra, einer original VW-Standheizung. Nächstes Jahr möchte er dennoch ein Saisonkennzeichen anschrauben. „Das Auto leidet in Schnee und Eis und ich will noch etwas davon haben.“

von Johannes Bonnekoh

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