ABG lässt fünf Häuser versteigern

ALTENA ▪ Der Altenaer Wohnungsmarkt ist im Umbruch – die Altenaer Baugesellschaft (ABG) reagiert auf vielfältige Art und Weise auf den demografischen Wandel und veränderte Ansprüche an Wohnraum: Sowohl Sanierung als auch Verkauf und Abriss sind die Themen, mit denen sich Vorstand Joachim Effertz gleichermaßen beschäftigt.

Dabei geht er auch ungewöhnliche Wege: Am Freitag findet im Hilton Cologne Hotel im Köln die Herbst-Immobilien-Auktion der Westdeutschen Grundstücksauktionen AG statt. Angeboten werden dabei auch fünf Objekte aus Altena, allesamt Mehrfamilienhäuser aus dem Bestand der Baugesellschaft.

Drei Häuser mit je drei Wohnungen am Kohlhagener Weg 26, 28 und 28a stehen aktuell komplett leer. Für sie beläuft sich das Mindestgebot auf jeweils 19 500 Euro. Ein weiteres Gebäude mit sechs Wohneinheiten am Kohlhagener Weg 54 ist zum Teil vermietet. Dafür ist das Mindestgebot mit 39 000 Euro angesetzt. Als „überwiegend leerstehend“ wird das fünfte Objekt beschrieben, ein Mehrfamilienhaus an der Wiesentraße 24 a, mit fünf Wohnungen. Das Mindestgebot lautet 24 500 Euro. Die Mieter beider Objekte wurden über die Verkaufabsichten informiert, erklärt Effertz. Wenn die Versteigerung erfolgreich ist, sollen die Bewohner sofort davon in Kenntnis gesetzt und „verabschiedet“ werden.

Für Effertz sind die Auktionen eine Alternative zum herkömmlichen Verkauf, da sie einen viel breiteren Vertriebsweg eröffnen. Kaufinteressenten, die das Auktionshaus anspricht, kommen eben nicht aus Altena und Umgebung. Zwei Häuser, die im Sommer auf demselben Weg versteigert wurden, haben einen Käufer aus den Niederlanden gefunden. „So können wir neue Investoren für den hiesigen Markt gewinnen“, sagt Effertz. Gleichzeitig sei die Vermarktung auf diesem Weg viel weniger zeitintensiv, erklärt der Vorstand, da das Auktionshaus alle Schritte von der Veröffentlichung bis zur Beurkundung organisiere. Dafür wird ein Teil des Erlöses als Gebühr fällig. Ganz verzichtet die Baugesellschaft aber nicht auf den herkömmlichen Verkaufsweg. Aktuell werden auf der Internetseite sieben Objekte angeboten.

Trennen will sich die Baugesellschaft, die derzeit einen Bestand von etwa 2300 Wohnungen in Altena hat, in erster Linie von Häusern, die komplett oder zum großen Teil leerstehen – insbesondere Gebäude, bei denen „ein großer Sanierungsaufwand nötig wäre, um die Wohnungen wieder vermieten zu können“, erläutert Effertz. Dabei geht es wiederum um Häuser, die als Besitz der ABG einzeln stehen. Dort, wo komplette Siedlungen zum Eigentum gehören, wie beispielsweise am Knerling oder am Breitenhagen, setzt die Baugesellschaft auf die Sanierung des eigenen Gebäudebestandes, um attraktiven Wohnraum anbieten zu können.

Ein weiteres Mittel, um Leerstände abzubauen, ist der komplette Abriss. Die Entscheidung, welche Objekte davon betroffen sind, falle in enger Abstimmung mit der Stadt, betont Effertz. In diesem Jahr sollen noch die Abrissarbeiten an fünf Häusern beginnen: Am Hegenscheider Weg 58, 60 und 64 sowie an der Feldstraße 59 und 66.

Detaillierte Informationen zu den Objekten, die bei der Auktion angeboten werden, gibt es im Katalog des Auktionshauses. Dieser ist über die Internetseite http://www.wdga-ag.de einsehbar. Auch auf der Hompage der Baugesellschaft gibt es eine Rubrik „Verkauf“, mit der der Katalog verlinkt ist. Dort gibt es darüber hinaus Informationen zu weiteren Häusern, die unabhängig von der Auktion verkauft werden sollen. ▪ gör

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare