Kursleiterin im ev. Gitarrenkreis unterrichtet seit 25 Jahren

450 Gitarrenschüler erinnern sich an Claudia Tettenborn

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Heike Klur (l.) brachte Claudia Tettenborn vor 30 Jahren die ersten Akkorde bei. Fünf Jahre später war ihre Schülerin so fit, dass sie selbst Kursleiterin werden konnte. Über 400 Anfängern hat sie seither das Gitarrespielen beigebracht.

Altena - Heike Klur hat es mal grob überschlagen: 450 Gitarrenschülern dürfte Claudia Tettenborn in den vergangenen 25 Jahren das Schlagen und Zupfen beigebracht haben im regionalen Gitarrenkreis der evangelischen Kirchengemeinde Altena. Bis heute ist sie mit großem Eifer dabei, wenn freitags die Instrumente zum Stimmen und Spielen ausgepackt werden. Das Jubiläum wurde am Freitag im Haus Mayweg gefeiert.

An ihr eigenes Jubiläum hatte Claudia Tettenborn gar nicht gedacht. Erst als ihre Kollegen Heike Klur und Jürgen Ditten zu einem kleinen Mitmach-Anspiel ansetzen, da dämmerte es der Musikerin. Ein Ständchen und das Überreichen einer Urkunde folgten natürlich prompt. Und mancher Gast im Haus Mayweg outete sich spontan als Kenner des Gitarrenkreises, der immer freitags im Gemeindezentrum Mühlendorf probt. Wen wundert es?

Seit 1973

Seit 1973 gibt es diesen Kreis bereits und im Laufe der Jahre hat sich eine Teilnehmerzahl im vierstelligen Bereich ergeben. Einst hatte Dirk Naumann in der Rahmede und am Breitenhagen die Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse gestartet. Weil die immer beliebter wurden, wurde kurzerhand ein weiterer Kurs in der Nette angeboten. Dort unterrichtete Dirk Naumann gemeinsam mit Kersten Nahlenz zeitweise über 60 Gitarristen. Weil so viele Teilnehmer aus Nachrodt kamen, entstand kurzerhand auch dort ein Angebot, das bis in die 80er Jahre fortgeführt wurde. Und auch die Evingser Interessenten freuten sich, mit Einrichtung einer eigenen Gruppe im Dorf keine weiten Wege mit den Instrumenten mehr nehmen zu müssen. Weil bis heute alles unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde läuft, sind die Gitarristen natürlich auch für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen gebucht. Dirk Naumann wechselte 1983 beruflich nach Siegen, seine Nachfolge als Kurs-Koordinatorin war mit Heike Klur aber bereits geklärt. Sie hatte schon 1978 den Anfängerkurs in der Rahmede übernommen, im dortigen evangelischen Gemeindezentrum fanden ab 1985 schließlich alle Kurse statt. Auch Claudia Tettenborn hat dort gelernt und unterrichtet. Als das Haus 2006 geschlossen wurde, wechselten die Anfänger und Fortgeschrittenen ins Gemeindezentrum Mühlendorf, woran sich bis heute nichts geändert hat.

Mittwochsgruppe

Mit Jürgen Dittens Mittwochsgruppe ist dort ein weiteres Angebot hinzugekommen, das weniger Kurs-Charakter hat. Dort spielen Fortgeschrittene mit, die einfach gerne mal ein bisschen klampfen, singen und jammen möchten. Den Generationen von Gitarrenschülern ist bis heute eine Sache gemein geblieben: Fast alle können am Ende der ersten Stunde schon ein Lied anstimmen: „Sascha“. A-moll und E-Dur reichen aus, um den Song von dem frechen Rebell zu spielen und zu singen. „Das ist ein absoluter Klassiker, der wohl nie aussterben wird, solange es diesen Kreis gibt“, lachen Heike Klur und Claudia Tettenborn gemeinsam.

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