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Kurioser Betrugsversuch im MK fliegt auf: Vermeintliche Teerkolonne unterwegs

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Von: Maximilian Birke

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Mecklenburg-Vorpommern, Rostock: Mitarbeiter der Straßenmeisterei flicken bei fließendem Verkehr notdürftig Schlaglöcher, die in den Wintermonaten entstanden bzw. größer wurden. Die eigentliche Reparatur muss später erfolgen, wenn die Temperaturen wieder steigen.
Eine vermeintliche Teerkolonne hat am Breitenhagen ihre Dienste angeboten, flogen jedoch auf. (Symbolbild) © Bernd Wüstneck/dpa

Zu einem besonders kuriosen Einsatz wurde die Polizei in Altena gerufen. Der Betrugsversuch konnte jedoch verhindert werden.

Altena – Mehrere Polizeieinsätze, darunter einen sehr kuriosen Fall, gab es Ende vergangener Woche und am Wochenende in Altena. Wie die Polizei am Montag in ihrem Bericht mitteilt, ging es am Donnerstagnachmittag damit los, dass eine vermeintliche Teerkolonne am Breitenhagen ihre Dienste anbot.

Als ein Hausbesitzer nach Hause kam, stoppte neben ihm ein Pkw. Der unbekannte Insasse behauptete, dass er für eine ortsansässige Firma arbeite und nach Straßenarbeiten in der Nähe noch „Teer“ übrig sei. Damit könne er preisgünstig die Zufahrt zu dem Haus erneuern. Der Breitenhagener freute sich über die günstige Gelegenheit. Kaum hatte er zugestimmt, rollten acht oder neun Männer in orangefarbenen Overalls in zwei Lastwagen mit ausländischen Kennzeichen an. Sie entfernten zwei Stunden lang den alten Asphalt und wollten dann neuen Asphalt aufbringen. Der war allerdings bereits völlig kalt. Jetzt bemerkte der Auftraggeber, dass die Fremden gar nicht für die heimische Firma arbeiteten. Es kam zu einem kurzen Streit, der Breitenhagener drohte mit der Polizei, worauf die Kolonne abrückte. Er erstattete dennoch Anzeige wegen Betrugs. Wie Lorenz Schlotmann, Sprecher der Kreispolizeibehörde auf Nachfrage der Redaktion erklärte, sei die Absicht der Kolonne wahrscheinlich gewesen, die Arbeiten durchzuführen, dann aber völlig überteuert abzurechnen. Solche Fälle gebe es durchaus öfter, zum Beispiel im Zusammenhang mit der Reinigung von Dachrinnen oder auch bei Verkäufen an der Haustür.

Kurioser Betrugsversuch im MK fliegt auf: Nicht der einzige Einsatz für die Polizei

In der Nacht zum Freitag gab es dann den nächsten Vorfall, der den Einsatz der Polizeibeamten erforderte: An der Freiheitstraße wurden drei Scheiben einer öffentlichen Telefonzelle zerstört.

Am Freitagabend mussten die Beamten zwei Männer, einen 39- und einen 56-jährige trennen. Nach einem Streit schubsten und schlugen sie sich gegenseitig, beide waren alkoholisiert. Die Polizei schrieb Anzeigen wegen gegenseitiger einfacher Körperverletzung und erteilte zudem Platzverweise.

Polizei im Einsatz: Beschädigter Pkw, kaputte Glastür und Streiteskalation

Am späten Samstagabend gegen 22 Uhr rückte die Polizei erneut aus. Es kam zu einer weiteren körperlichen Auseinandersetzung im Umfeld des Busbahnhofs am Markaner. Ein 58-Jähriger wollte nach eigenen Angaben die Hausnummer auf seine Mülltonne sprühen, ein 18-Jähriger ihn davon abhalten. Es entwickelte sich ein handgreiflicher Streit, bei dem die Brille des 58-Jährigen zu Bruch ging. Die beiden Männer zeigten sich gegenseitig wegen Körperverletzung an.

Am Sonntagmorgen gegen 4.30 Uhr wurde an einem Mehrfamilienhaus an der Bahnhofstraße die Glasscheibe einer Haustür beschädigt. Der Eigentümer erstattete Anzeige bei der Polizei.

Zwischen 9 und 15 Uhr wurde dann ein an der Lenneuferstraße abgestellter schwarzer Polo beschädigt. Ein Unbekannter zerschlug die Front- und die Seitenscheibe hinten rechts. Die Halterin erstattete Anzeige bei der Polizei, die nun um Hinweise bittet unter Telefon 0 23 52 / 9 19 90.

Ein einjähriges Mädchen hat sich in einer Wohnung im MK so schwer verletzt, dass sie mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik geflogen werden musste.

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