Besondere Aktion lockt Besucher in die Innenstadt

+
So voll ist es selten in der Innenstadt: Mehr als 30 Kunstinteressierte kamen zur Ausstellungseröffnung in die Lennestraße.

Was bedeutet Heimat? Davon können sich Besucher der Altenaer Innenstadt ab sofort ein Bild machen.

Altena – Viele farbenfrohe Heimatbilder verleihen der Altenaer Innenstadt ein bisschen Leben. Noch den ganzen Oktober lang können Passanten die Werke in mehreren Schaufenstern bestaunen. 

Über 30 Kunstbegeisterte waren bereits bei der Ausstellungseröffnung am Samstagvormittag (3. Oktober) dabei. Eine Kuh auf einer Altenaer Wiese, die Wörter Toleranz, Liebe und Freiheit, dazu Symbole unterschiedlicher Religionen – und natürlich die Burg.

Wegen Corona: Malen daheim

 „Es sind ganz verschiedene Motive zusammengekommen”, sagt Stadt- und Stellwerk-Mitarbeiterin Anette Wesemann zur Heimatbilder-Aktion. Organisiert wurde diese vom Stellwerk zusammen mit dem Integrationsbüro der Stadt. 

Viele Definitionen von Heimat zeigen die Bilder, die noch bis Ende des Monats in den Schaufenstern hängen.

Es passte nur allzu gut, dass im Wort Heimat auch das Wort Heim steckt. Denn: „Wir konnten wegen Corona keinen Workshop veranstalten“, so Wesemann. Die Teilnehmer der Kunstaktion, bei der alle Altersgruppen vertreten waren, malten also in den eigenen vier Wänden. Material wie Leinwände und Farben konnte immerhin mit dem Heimatscheck des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung im Wert von 2000 Euro angeschafft werden, den es für das Projekt gab. 

Bilder hängen in drei Schaufenstern

Die Werke hängen jetzt in den Schaufenstern der Ladenlokale Lennestraße 16, gegenüber bei Gerstenberg und im Atelier Ülle Buschmann. 

„Meine Heimat ist Altena”, sagt Astrid Wünsch, von der zwei Bilder in den Fenstern hängen. „Ich wurde in Altena geboren und bin immer noch sehr heimatverbunden – und werde das sicher auch immer bleiben“, sagt sie. 

Astrid Wünsch mit ihrem Bild zum Thema Heimat.

Schon seit über drei Jahrzehnten wohnt sie in Lüdenscheid. Aber: „Einmal in der Woche komme ich bestimmt hierher.“ Ein Bild von ihr zeigt die Burg, das andere das Stapelhaus, an dem früher Drahtgeschäfte der Stadt abgewickelt wurden. 

Gerrit Kolar (13): Heimat als Gefühl

Wünsch kann sich noch gut an das Gebäude erinnern, das der Stadtsanierung Ende der 1970er Jahre zum Opfer fiel. 

Gerrit Kolar war mit 13 Jahren einer der jüngsten Künstler, der an der Aktion teilgenommen hat. Auf orangefarbenem Grund hat er die Erde gemalt, darüber die Stadt Altena als eine Art Landkarte mit Ortschaften und Aktivitäten, wie zum Beispiel Schwimmen im Dahler Freibad. „Heimat ist für mich ein Gefühl“, erzählt er im Gespräch. 

Gerrit Kolar (13) war einer der jüngsten Teilnehmer.

Die Erde auf dem Bild hat deshalb auch eine ganz besondere Bedeutung: „Heimat kann an jedem Ort sein. Die Hauptsache ist, dass ich mit meiner Familie und meinen Freunden zusammen sein kann.“ 

Bekannte Künstler an Bord

Auch bekannte Gesichter aus Altenas Kunstwelt waren am Samstag gekommen: Die Kreativgruppe um Uschi Panke, die sich zurzeit im alten Pfarrhaus zum Malen, Basteln und Kreativsein trifft, steuerte mehrere Bilder zur Ausstellung bei.  

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare