Mit dem St. Vinzenz-Foyer ist wertvolle Ausstellungsfläche weggefallen

Altenaer Kulturring sucht nach Lösungen für Hobbykünstler

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Kulturring-Geschäftsführer Wolfgang Noack sucht nach Lösungen für Hobbykünstler

Altena - Seit dem Wegfall des Vinzenz-Krankenhauses als Ausstellungsfläche sind die Möglichkeiten für Hobbykünstler in der Stadt rar geworden. „Wir arbeiten aber daran, nächstes Jahr wieder ein Forum dafür zu haben. 

Denkbar wäre dafür sogar die Burg Holtzbrinck, sofern sich Galerieaufsichten finden“, so Kulturring-Geschäftsführer Wolfgang Noack.

Vornehme Zurückhaltung in puncto Vinzenz-Foyer-Nutzung hatte der künstlerische Beirat des Kulturrings bei der Jahresplanung an den Tag gelegt. „Allen Künstlern haben wir nur unter Vorbehalt zugesagt. Es zeichnete sich ja im Herbst 2016 ab, dass es zuende gehen könnte. Aber wir wollten nichts tot schreien und Unruhe verbreiten“, erklärt Noack. 

Kein Team für Galerieaufsichten

Auf der Suche nach Ausweichquartieren für die gebuchten Künstler kam generell auch die Galerie im Haus Köster-Emden in Frage, doch die Immobilie im Stadtbesitz steht weiterhin zum Verkauf. Mit der Stilllegung des Galeriebetriebs ist zudem kein Team für Galerieaufsichten mehr da, das während der Öffnungszeiten Besucher betreuen könnte.

Als zweite Alternative hatte Wolfgang Noack die Räume der ehemaligen Schlecker-Filiale in der Lennestraße im Blick. „Leider hat sich kein Gespräch mit dem Besitzer der Immobilie ergeben“, bedauert er. 

Hoffnung auf die Burg Holtzbrinck

Nun werden Hoffnungen auf die Burg Holtzbrinck gesetzt, wo nach deren Umbau Ausstellungen auf Staffeleien stattfinden könnten. „Man kann freie Zeiten dafür flexibel nutzen. Die Künstler selbst könnten ihre Werke beaufsichtigen und mit Kunstfreunden ins Gespräch kommen. Das wäre vielleicht auch schöner, als eine reine Vernissage, wo im Anschluss gar nicht mehr viel passiert“, wagt Noack einen Blick in die Zukunft. 

Mit dem Hobbit wird es weiterhin einen Förderpreis für Hobbykunst in Altena geben, das Konzept soll 2018 aufgefrischt und verjüngt werden. „Dafür nutzen wir ja seit Jahren die Stadtbücherei, die auch eine Ausstellungsfläche bietet. Aber die ist nicht ganz so ideal, weil kaum etwas auf Betrachterhöhe gezeigt werden kann“, so Noack. 

"Kaum noch Anfragen von Künstlern"

Büchereileiter Antonius Gusik ergänzt zudem, dass sich mit der Eröffnung des Familienbüros die Ausstellungsfläche verkleinert hat. „Leider haben wir seit Jahren kaum noch Anfragen von Künstlern. Dabei würden doch gerade kleine Ausstellungen so gut zu uns passen“, bedauert Gusik. 

Er ruft Interessenten deshalb explizit auf, sich zu melden. Kleinformatige Kunst kann auch in Vitrinen ausgestellt werden, zudem ist eine Aufsicht gewährleistet: „Nur Mut!“ 

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