Kultur in Zeiten von Corona: So funktioniert's in Altena

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"Lust auf Laster": Mit Sia Korthaus startet das Kulturprogramm des Kulturrings Altena am 19. September wieder.

Die Pause ist vorbei: mit angezogener Handbremse gibt's ab Mitte September wieder Kulturring-Programm. Doch vieles wird anders.

Altena – Der Lockdown hat lange genug gedauert. Vorsichtig und mit vielen Schutzmaßnahmen will der Kulturring sein Programm wieder aufnehmen. Für den 19. und 30. September sind die ersten Veranstaltungen nach der Corona-Zwangspause geplant. 

Vieles werde aber anders sein als zuvor, kündigt Geschäftsführer Wolfgang Noack an: „Es wird einige Einschränkungen geben, aber wir wollen den Kulturbetrieb nicht länger ruhen lassen.“ 

Coronavirus in Altena: Nur ein Viertel der Besucher zugelassen

Stichwort Burg Holtzbrinck: 30 Leute will man in den Saal einlassen. Das ist ein Viertel der normalen Kapazität von etwa 120 Besuchern. Es wird nummerierte Plätze geben und auch Anwesenheitszettel, die vor der Vernichtung vier Wochen lang aufbewahrt werden, für den Fall das eine Ansteckungskette zurückverfolgt werden muss. 

Coronavirus in Altena: Kein Catering in der Bürgerburg

Es wird keine Abendkasse geben und keinen Bargeldverkehr. Wer eine Veranstaltung besuchen möchte, der wird gebeten, sich telefonisch oder per E-Mail anzumelden. Es werden zudem zum Lüften der Räume mehr Pausen eingeplant und ein Einbahnverkehr für die Publikumswege eingerichtet.

„Die Besucher gehen von der Parkseite aus herein und zur Stadtseite wieder heraus.“ Es sei dabei gut, dass die Burg Holtzbrinck zwei Treppenhäuser habe. Auf Catering muss zudem vorerst verzichtet werden. 

Coronavirus in Altena: Publikum soll sich sicher fühlen

Wolfgang Noack über den Sinn all dieser Änderungen: „Wir wollen dem Publikum zeigen, dass es sich sicher fühlen kann.“ Es gelte, jetzt Erfahrungen unter den veränderten Vorzeichen zu sammeln. „Wir müssen einfach einmal sehen,wie es läuft.“ 

Kulturring-Geschäftsführer Wolggang Noack.

Die neuen Regelungen fußen auf der Corona-Schutzverordnung und auf deren Regelungen für Musikdarbietungen und Sprechtheater. „Trotz allem ist es wichtig, dass wir etwas anbieten“, ist Wolgang Noack überzeugt. 

Coronavirus in Altena: Schutzkonzept fordert Personal

Natürlich haben die Coronaschutz-Auflagen auch ihre Schattenseiten. „Wir müssen jetzt einen größeren Aufwand betreiben, haben aber deswegen nicht mehr Personal zur Verfügung“, erklärt Noack. 

Einzelne Veranstalter, etwa Weltklassik am Klavier, müssten zudem die Preise erhöhen. „Sonst kommen sie nicht mehr zurecht.“ Der Kulturring selbst will aber zumindest vorerst bei seinen Preisen bleiben und hat keine Erhöhungen vorgesehen. Wenn, dann sei das Sache des neuen Vorstands, der sich nach der Kommunalwahl konstituieren wird.

Von Veranstaltungen wie dem Adventssingen der Altenaer Chöre wird man sich in der bekannten Form in diesem Jahr verabschieden. 

Coronavirus in Altena: Garten der Geschichte pausiert weiter

„Die Sänger müssten einen Abstand von vier Metern zueinander haben – das geht nicht“, sagt Noack. Vielleicht könne man aber nach draußen ausweichen.

Auch der „Garten der Geschichte“ von Karsten Wolfewicz muss pausieren. Das gilt auch für den Poetry-Slam, der für Dezember schon auf einen Ausweichtermin gesetzt worden war.

Coronavirus in Altena: Kulturbranche verändert sich

Es geht also wieder los mit kulturellen Angebot, wenn auch mit angezogener Handbremse. Corona werde nicht ohne Folgen bleiben, da ist sich Wolfgang Noack sicher: „Es wird die Szene komplett verändern.

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Einige Künstler würden wohl nicht mehr auf die Bühne zurückkehren, weil sie sich etwas anderes gesucht haben.“ 

So berichtet Noack vom Fall einer ihm bekannten Kabarettistin, die sich jetzt auf das Verfassen und Halten von Trauerreden verlegt hat. „Das geht immer.“ 

Tickets gibt es nur im Vorverkauf beim Kulturring Altena, Tel. 02352 / 209 346 sowie über die Homepage www.kulturring-altena.de oder per E-Mail an kulturring-altena@t-online.de. Dort ist auch das Programm abrufbar.

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