Künstlerin strickt Firma Selter ein

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Ute Lennartz-Lembeck (l.) bekam gestern Unterstützung von Selter-Prokuristin Claudia Malcus.

ALTENA - Bekannt wurde die 51-jährige Künstlerin, weil sie in Velbert einer Trauerweide ein Wollkleid verpasste – Strick-Graffiti heißt das. Jetzt hat Ute Lennartz-Lembeck fünf Wochen lang am „Addiffiti“ gestrickt und am Dienstag um 13 Uhr wird das Kunstwerk an der Firma Selter in Dahle feierlich enthüllt.

Thomas Selter beauftragte Ute Lennartz-Lembeck, die Firma „einzustricken“. Mit der Montage ihres mehr als 30 Quadratmeter großen Strick-Graffities ist die Künstlerin nun seit gestern beschäftigt. „Ich schraube gerade das Gerüst für die Unterkonstruktion zusammen“, erklärte sie im Innenhof der Firma Selter, die bekanntlich unter dem Markennamen „Addi“ Handarbeitsnadeln herstellt. Als Motiv für das farbenfrohe Kunstwerk aus Wolle wählte die 51-Jährige eine Spirale. Außerdem bezog sie die Belegschaft mit ein. „Ich habe sie gefragt, was sie mit ihrer Arbeit verbinden und herausgekommen sind ganz viele Begriffe, die ich auf Stoff geschrieben habe und in das Strick-Graffiti integrieren werde.“

Lennartz-Lembeck ist angenehm überrascht, wie freundlich sie in der Firma aufgenommen und bei ihrer Arbeit unterstützt wird. Zudem schätzt sie, dass das weltweit agierende Unternehmen Selter weiterhin in Deutschland produziert. „Das ist keine Selbstverständlichkeit heute.“

vonIlka Kremer

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