Augen an allen Stellen: Haus im MK wird besonderer Blickfang

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Der Künstler und sein Werk: Ghaku Okazaki arbeitet an der Fassade.

Kunterbunte Malerie und Augen auf Händen und Füßen: Ein Haus im MK wird zu einem ganz besonderen Blickfang.

Altena – Das Haus Nalshof 23, gelegen zu Füßen der Burg, wird künftig Anlass geben, einmal stehen zu bleiben und zu schauen: Hier entsteht ein buntes Fassadenkunstwerk, das mit der Werkstatt Altena zu tun hat. 

Nicht nur, dass die neue Werkstatt-Stipendiatin Mona Pourebrahim hier während ihres Aufenthaltes in der Burgstadt wohnen kann, die künstlerische Gestaltung des Hauses fußt auf dem jüngsten Bewerbungsverfahren der Werkstatt. 

Künstlerhaus in Altena: Kein Stipendium, aber Job

In dessen Verlauf nämlich wurde die Eigentümerin des Hauses auf die Arbeiten des Bewerbers Ghaku Okazaki aufmerksam. Sie entschloss sich, den gebürtigen Japaner mit einer Fassadenmalerei am Künstlerhaus zu beauftragen. 

So kam Okazaki, der bei der Vergabe des Stpendiums nicht zum Zuge kam, doch noch zu einer künstlerischen Tätigkeit in Altena. Seit dem 29. August ist er am Weg zur Burg tätig. 

Künstlerhaus in Altena: Mehrköpfige wesen und viele Augen

Seine Kunst ist vielfältig, erinnert in Motiven und Formensprache teils an indische oder buddhistische Motive. Es kommen mehrköpfige Wesen vor, die ihre Augen nicht nur im Kopf tragen – auch an Händen oder Füßen bildet Okazaki Sinnesorgane ab. „Es steht für Lebendigkeit“, erzählt der Künstler. 

Augen spielen eine wichtige Rolle an der Fassade - und können auch auf dem Handrücken sein

Man sieht viele geschweifte Bögen und kräftige Farben. Auch die verwendeten Farben haben gewisse Bedeutungen: „Blau ist der Himmel, Rosa steht für Körperlichkeit und Gelb für die Sonne.“ 

Künstlerhaus in Altena: Eye-Catcher für Spaziergänger

Wenn er unterwegs ist, hat Okazaki immer ein kleines Skizzenbuch dabei, um Ideen zu sammeln. Mit Ölkreide zeichnet er die Formen der späteren Bilder an der Wand vor, dann greift er zum Pinsel und beginnt mit der eigentlichen Arbeit. 

„Es soll ein Eye-Catcher werden, auch für Spaziergänger, die hier zufällig vorbeikommen“, sagt Okazaki zur Hauptaufgabe seiner Fassadenkunst. „Es geht mir um die Vielfalt der Lebewesen“, bekennt der 31-Jährige, und um die harmonische Darstellung von Vielfältigkeit. 

Künstlerhaus in Altena: Appell zur Völkerverständigung

Er möchte den Blick des Betrachters auch auf die Natur lenken und findet, dass Ökologie ein immer wichtigeres Thema wird. Das gelte auch für den Umgang der Kulturen untereinander, ergänzt Okazaki. „Wir müssen andere Kulturen beachten und nicht verneinen.“ 

Die Burgstadt biete diesbezüglich schon gute Ansätze, wenn sie auch nicht mit Hamburg oder Berlin vergleichbar sei. 

In Tokio hat Ghaku Okazaki tradionelle Malerei studiert und erwarb auch einen Bachelor-Grad. Dann zog es ihn nach Hamburg und Bremen, wo er Meisterschüler wurde. 

„Großes Interesse an den künstlerischen Traditionen in Deutschland“ habe ihn dazu bewogen. Die Menschen zeigten offene Augen und einen „Weltgeist".

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