Nur zwölf Bewerbungen

Künstler gesucht: Werkstatt fördert neuen Stipendiaten

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Einstimmiges Votum: Die Mitglieder der „Werkstatt Altena“ bestätigten die Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern.

Altena - Das Auswahlverfahren für den neuen Kunststipendiaten steht an: Die Zahl der Bewerber ist deutlich geringer als in den vergangenen Jahren. Will etwa niemand mehr ohne Geldsorgen arbeiten?

Für das Stipendium, das frühestens am 1. Juni startet, haben sich lediglich zwölf Künstler beworben. In den vergangenen Jahren waren es immer mehr als 40. Die kleine Zahl der Bewerber ermögliche aber eine konzentrierte Sichtung der Arbeiten, sagte Dorothea Ossenberg-Engels, 2. Vorsitzende des Vereins „Werkstatt Altena – Kreis zur Förderung der bildenden Kunst“, bei der Jahreshauptversammlung.

Hinter jeder Bewerbung steckten viel Arbeit und viel Hoffnung, sagte sie. Die Vorauswahl findet am Samstag, 14. März, ab 10.30 Uhr in der Burg Holtzbrinck statt. Interessierte Nichtmitglieder sind zu diesem Termin willkommen, dürfen aber nicht abstimmen. Ebenso ist es bei der Endauswahl, die am 31. März ab 18 Uhr in der Burg Holtzbrinck stattfindet. 

Kassierer Roland Balkenhol berichtete von gesunkenen, aber dennoch soliden Finanzen, die nach dem Willen der Mitglieder weiterhin zur Förderung junger Künstler eingesetzt werden sollen. „Für das neue Stipendium stehen das Atelier und die Wohnung weiterhin zur Verfügung“, sagte er.

Die künftigen Stipendiaten werden fortan von Aleksandra Bacevic begleitet. Sie hatte einige Ideen, um die Künstler noch präsenter im Alltag der Stadt zu verankern. Im Kern ging es darum, dass Interessierte den Stipendiaten öfter mal über die Schulter und auf die Staffelei schauen können.

Dem aktuellen Stipendiaten Vincent Musial hat die Förderung offenbar geholfen: „Er hat fleißig gearbeitet“, sagte Dorothea Ossenberg-Engels. Nun habe sich der Künstler für ein Designstudium entschieden. „Der Aufenthalt in Altena trug zu der Entscheidung bei.“ Für die Studienbewerbung in seinem Schwerpunkt Grafik brauche er aber noch ein Praktikum in einem Verlag. Dieser wird nun gesucht.

Auf große Zustimmung bei den Mitgliedern stieß der Vorschlag, dass die Werkstatt sich verstärkt den ureigenen Themen zuwenden soll: „Die Beschäftigung mit Kunst soll zentraler Tagesordnungspunkt der zukünftigen Treffen sein.“ Themen könnten das Wohlergehen und künstlerische Schaffen der aktuellen und ehemaligen Stipendiaten, aber auch Kunstausstellungen in der näheren Umgebung sein.

Beispielhaft wurden die Paul-Wieghardt-Ausstellung in der Städtischen Galerie in Lüdenscheid und die Villa Wessel in Iserlohn genannt. Großes Lob erntete auch die aktuelle Ausstellung im Drahtmuseum: Diese sei „großartig“.

Der Vorstand

Der alte Vorstand der Werkstatt ist weitgehend auch der neue: Matthias Rüth (1. Vorsitzender), Dorothea Ossenberg-Engels (2. Vorsitzende), Roland Balkenhol (Kassierer), Gunhild Koch (Schriftführerin), Dirk Vogel (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit). Aleksandra Bacevic betreut zukünftig die Stipendiaten.

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