Künstler Antek zeigt neue Porträts in seiner Vier-Wände-Ausstellung 2018

Jung, verspielt und fröhlich

Papageien-Premiere: Die bunten Exoten hat Antek in diesem Jahr zum ersten Mal in Szene gesetzt. Rechts unten ist ein Vorgeschmack auf das dominanteste Ausstellungsthema zu sehen: Katzen und Kater in allen Variationen.

Altena -  Anteks Stimmungen können Innenstadt-Passanten an seiner Galerie ablesen. Seine Köpfe spiegeln wider, ob der Künstler grad grübelt, fröhlich ist oder betrübt. Es sind aber längst nicht mehr ausschließlich Menschen-Portraits, die diese verschiedenen Emotionen zum Ausdruck bringen. „Im Moment spricht mein Kater für mich“, erklärt Christoph Schulz lachend.

Es sind unzählige Katzenporträts entstanden während des vergangenen Jahres. Kindlich und verspielt sind die meisten, und manchmal schauen sie auch ganz kritisch drein. Großformatig sind die Köpfe, kleiner die Ganzkörperporträts in verschiedenen Posen. „Ich kann nicht leugnen, dass der Atelier-Kater ein Quell der Inspiration für mich geworden ist“, erläutert Antek. Für das Wochenende 29./30. September lädt er zu seiner mittlerweile zwölften Vier-Wände-Ausstellung in Altena ein. Von 17 bis 21 Uhr (samstags) und 11 bis 19 Uhr (sonntags) sind Galerie und Atelier für Kunstfreunde und die, die es werden wollen, geöffnet. Zum Bummel durch die Ausstellung gibt es natürlich Getränke und Snacks und der Künstler freut sich auf viele schöne Begegnungen. „Vielleicht schaut ja auch der ein oder andere Stadtfest-Besucher mal bei mir rein“, ermutigt der Künstler. Viele Landschaften hat er gemalt, riesig und farbprächtig. Exotische Papageien und nur ein Menschenporträt: Ein junger Mann, umgeben von vielen Herzchen, verliebter Blick - „er weiß nicht, für wen er sich entscheiden soll...“, merkt Antek schmunzelnd an.

Anteks Altena-Kollektion: Eine aufwendige Technik führt zu diesem Mix aus Fotografie und fotorealistischer Malerei.

Zwei große Ausstellungen stehen nach seiner Vier-Wände-Schau noch in diesem Jahr an: eine in Arnsberg und eine in Düsseldorf. „Aber da darf ich noch nicht mein ganzes Pulver verschießen, denn ich habe noch etwas vor in der Weihnachtszeit“, erklärt Antek. Ihm schwebt eine Atelier-Route vor. Offene Türen bei ihm, Künstlerin Ülle, dem neuen Werkstatt-Stipendiaten, dem Lederkünstler Andreas Blumenthal. Innenstadt-Passanten müssten sich einfach von Werkstatt zu Werkstatt treiben lassen. „Für weitere Künstler, die mitmachen wollen, können wir bestimmt noch ein Ladenlokal klar machen“, ermutigt Antek, der die Planung für das Projekt gern in die Hand nimmt. „Auch den Burgaufzug könnte man sicher einbeziehen.“ In dessen Foyer ist Antek seit diesem Jahr mit einer Altena-Kollektion vertreten. Die Postkartenedition ist eine Mixtur aus Fotografie und fotorealistischer Malerei. Natur und Architektur treffen auf Pop Art. „Es war ein Experiment“, beschreibt Christoph Schulz. „Ich wollte gerne ausprobieren, wie man Südwestfalen atmosphärisch in Kunstwerken einfangen kann. Das ist gar nicht so einfach, die Region bietet einfach zu viel. An dem Thema werde ich noch weiterarbeiten müssen, um zu einem vollständigen Ergebnis zu kommen...“

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