Zwei Dutzend Flüchtlinge packen im ehemaligen Restaurant an

Lisa Gudra, Anette Wesemann und Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein im Gespräch mit einem zupackenden Flüchtling.

Altena - Die Arbeiten am neuen Begegnungszentrum im ehemaligen Restaurant Mythos/Paros an der Freiheitstraße gehen gut voran. Davon überzeugte sich jetzt Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein beim Besuch. „Hier ist ja richtig was passiert“, stellt er beim Eintreten in den ehemaligen Gastraum fest.

Bei seiner Stippvisite traf er auch auf zwei Syrer, die zu einem Team von rund zwei Dutzend Flüchtlingen gehören, die dort regelmäßig arbeiten. Denn das ist das Besondere am neuen Haus und Projekt: „Es entsteht unter aktiver Mithilfe der Gruppe, die es einmal vornehmlich nutzen soll“, unterstrich neben Hollstein die Projektleiterin vor Ort, Lisa Gudra. Die junge Frau blickt optimistisch nach vorn. „Mit Hilfe der Flüchtlinge, aber natürlich auch den örtlichen Fachfirmen, sollten wir etwa im April fertig werden.“

Mit einer Summe von 488 000 Euro hat das Land das Projekt gefördert. Es folgte damit einem Antrag der Stadt, die ein schlüssiges Konzept vorlegte, damit die verschiedenen Zukunftsperspektiven von Flüchtlingen und Betreuern sowie Stadt zueinander finden können. Den Förderbescheid hatte im vergangenen Jahr Regierungspräsidentin Diana Ewert persönlich in Altena überbracht und dabei festgestellt: „Es ist bemerkenswert und innovativ, was sie machen“.

Der Bürgermeister hatte das Projekt immer als eine „Win-Win-Situation“ beschrieben. Es ergänze die räumlich beengten Möglichkeiten des Stellwerks, sei aber auch Anlaufstelle für Touristen wegen der Nähe zur Innenstadt und dem Großparkplatz Langer Kamp. So ist angedacht, Flüchtlinge mit guten Deutsch- und Englischkenntnissen dort vielleicht stundenweise einzusetzen, um Touristen auf dem Weg zur Burg Hilfestellung zu geben.

Im neuen Zentrum sollen regelmäßige Treffen und Begegnungen stattfinden. Darunter das Café International. Auch Sprachkurse sollen von den beengten Räumlichkeiten des Stellwerks an der Lüdenscheider Straße umziehen. Die dafür vorgesehenene Räume liegen im Obergeschoss, sind aber noch nicht fertig. Die Migranten, die helfen, erhalten natürlich entsprechende Bescheinigungen der Stadt, was ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt erhöhen dürfte.

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