Niedlicher Nachwuchs: Elf Küken auf einen Streich

Flauschig: Elf Küken sind bei Züchter Volker Richter geschlüpft.
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Flauschig: Elf Küken sind bei Züchter Volker Richter geschlüpft.

Reichlich Nachwuchs gibt es bei Volker Richter: Elf frisch geschlüpfte Küken bevölkern derzeit ein Häuschen im Esszimmer seines Hauses am Linscheider Bach, das der Geflügelzüchter vor einigen Jahren selbst gebaut hat. Wie viele der Küken männlichen oder weiblichen Geschlechts sind, das kann Volker Richter noch gar nicht sagen. „Man muss einfach abwarten, ob ein Kamm wächst. Das sicherste Zeichen ist aber, wenn sie krähen“, weiß Richter. Dann ist es – natürlich – ein Hahn.

Altena – Unter die Hühnerhalter ist Volker Richter, früher Leiter des Baubetriebshofs, vor 15 Jahren gegangen. Seit rund fünf Jahren widmet er sich auch der Zucht. Sein Spezialgebiet sind Hühner der Rasse New Hampshire. „Das sind mittelschwere bis schwere Hühner“, erzählt Volker Richter. Ein großer Hahn kann bis zu 3,5 Kilogramm schwer werden, die Hennen zeigen sich dagegen figurbewusster und werden nur maximal drei Kilogramm schwer.

Die Tiere haben eine braune Farbe, ihr Schwanz ist schillernd Blau-Grün, ihre Läufe (Beine) sind gelb. Die Hähne haben meist einen sehr großen Kamm. New- Hampshire-Hühner legen bei optimalen Bedingungen im ersten Jahr rund 250 Eier, im zweiten Jahr nur noch rund 180. Mit „ein bis zwei Eiern am Tag“ rechnet Volker Richter. Im Schnitt lege eines seiner sieben erwachsenen Hühner an jedem zweiten Tag ein Ei. Die Eier landen auch auf dem Richter’schen Frühstückstisch.

Pflegeleicht und zutraulich

„New-Hampshire-Hühner sind pflegeleicht, sehr zutraulich und von ruhigem Wesen, besonders wenn man seit dem Schlupf mit ihnen zu tun hat“, heißt es im Web-Lexikon Wikipedia. Seit den 1950er-Jahren ist diese Rasse in Deutschland bekannt. Und: „Kälte können die ganz gut ab. Durchzug aber mögen sie nicht“, weiß Volker Richter aus seiner Erfahrung. So sei ein Wasserwärmer obligatorisch. Gefüttert werden die Hühner mit einem speziellen Körnerfutter, für die Hennen gibt es auch sogenanntes Legemehl. „Das ist ein feineres Futter“, das die Hennen zur Produktion von Eiern anregen soll, erklärt der Züchter.

Für die Küken stellt sich das Problem unfreundlicher Temperaturen noch nicht, sie wachsen im Warmen auf. Zwei oder drei Wochen können sie die Komfortunterbringung im Häuschen genießen, dann geht in den Schuppen und nach draußen. Getrennt nach Geschlechtern wohlgemerkt. Etwa drei Wochen haben sie zusammen im 37 Grad warmen Brutautomaten verbracht.

Ein gutes Dutzend Rassen

Ein gutes Dutzend an Geflügelrassen wird derzeit in Altena gehalten, schätzt Volker Richter. Seine Küken und viele andere gefiederte Kollegen sollen im Mittelpunkt der Herbstschau am 17. und 18. Oktober im Thomas-Morus-Haus stehen. Fünf bis sieben Monate brauchen die Tiere, um zur Ausstellungsreife heranzuwachsen. Die elf Küken aus dem Pirk von Richter haben damit gute Chancen, im Jubiläumsjahr groß herauszukommen. Der Züchterverein will in diesem Jahr 100-jähriges Bestehen feiern.

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