Kühe und der Klimawandel

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Christiane Schulz erklärt den Kindern unter anderem die Dampfmaschine. ▪

ALTENA ▪ Warum der Eisbär in vielleicht 30 Jahren ausgestorben sein wird und der Pinguin seine Babys nicht mehr ausreichend ernähren kann, das haben gestern 38 Kinder der Grundschule Dahle erfahren. Dort war im Auftrag der Mark E und im Rahmen des Projektes „Energie erleben und verstehen“ die unabhängige Umweltberaterin Christiane Schulz vom Verein Deutsche Umwelt-Aktion zu Gast.

Zwei Schulstunden lang erfuhren die Schüler allerhand Wissenswertes zum Thema Energie. „Wie wird Strom eigentlich erzeugt?“ „Welche Energieträger gibt es und welche Auswirkungen haben sie auf unsere Umwelt?“ und „Wie können wir Energie sparen?“ Christiane Schulz erklärte die Funktionsweisen von Dampfmaschine, Solarzelle, Wind- und Wasserrad. Sie erarbeitete mit den Kindern die Begriffe Sauerstoff, Kohlenstoffdioxid oder Methan. „Kühe und auch wir pupsen das aus – Kühe natürlich viel mehr als wir. Methan ist jedoch ein viel stärkeres Treibhausgas als das Kohlenstoffdioxid und ist deshalb verantwortlich für den Klimawandel.“ Mit ihren anschaulichen Erklärungen erreichte Christiane Schulz die Neun- bis Zehnjährigen hundertprozentig, sie hörten aufmerksam und interessiert zu, stellten viele Fragen und brachten eigenes Wissen mit ein. So wussten sie, was die Atmosphäre ist und warum die immer dicker werdende Kohlenstoffdioxid-Schicht der Erde und dem Leben auf ihr schadet. „Wenn das Eis schmilzt, wo sollen denn dann die Eisbären hin?“

In der Grundschule Dahle liegt der Schwerpunkt bei den Naturwissenschaften. Deswegen wandte sich die Schule auch an die Mark E, um an dem Projekt teilnehmen zu können. Zudem werden die Themen Strom und Energie grundsätzlich im Unterricht behandelt.

Finanziert wird diese Aktion von Mark-E aus Mitteln des Enervie Förderprogramms Bildung. So werden bis 2014 mit einem jährlichen Betrag in Höhe von 75 000 Euro den Schulen in den Konzessionsgemeinden gezielt Fördermaßnahmen angeboten. Das Angebot des Förderprogramms entwickelt sich: Je nach Bedarf setzt es dort an, wo Unterstützung für die Umsetzung der Themen Energie, Trinkwasser, Klima, Umwelt und Technik im Unterricht und zur Wissensvermittlung hilfreich ist. ▪ Von Ilka Kremer

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