Kritik am Bürgerbüro am Markaner

„Ich weiß, dass da manchmal der Baum brennt“

Zentral gelegen, schlecht zu erreichen: der Bürgerservice im Stadtpavillion am Markaner. Viele Altenaer sind verärgert, weil sie die Mitarbeiter telefonisch kaum erreichen. Das soll sich zeitnah ändern.
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Zentral gelegen, schlecht zu erreichen: der Bürgerservice im Stadtpavillion am Markaner. Viele Altenaer sind verärgert, weil sie die Mitarbeiter telefonisch kaum erreichen. Das soll sich zeitnah ändern.

Beschwerden über Beschwerden. Das Bürgerbüro kommt bei der Bevölkerung nicht gut weg. Jetzt soll der Service bald besser werden.

Altena – Noch immer ist das Bürgerbüro am Markaner telefonisch schwer zu erreichen, beklagen einige Altenaer. Die Flut der Beschwerden ebbt nicht ab. Um ins Büro zu kommen, müssen sie während der Corona-Pandemie vorab Termine vereinbaren. Hebt aber niemand ab, erschwert das die Absprache ungemein. Die Unzufriedenheit schlägt sich in den Google-Rezensionen nieder. 13 der 16 Nutzer bewerten den Service mit nur einem oder zwei Sternen.

Mammutaufgabe

Bürgermeister Uwe Kober (CDU) ist das Problem bekannt, wie er auf Anfrage unserer Zeitung betonte: „Ich weiß, dass da manchmal der Baum brennt.“ Vor allem wenn die Personalsituation schlecht ist, komme es am Telefon zu Wartezeiten. „Ich war selbst schon im Bürgerbüro und habe mir die Situation angesehen: Eine Kollegin war da. Die beiden anderen Mitarbeiter waren auf Fortbildung oder hatten Urlaub.“ In solchen Fällen werde es zu einer Mammutaufgabe, die vielen verschiedenen Anfragen abzuarbeiten.

Kober sagt: „Wenn die Mitarbeiter vor Ort jemanden bedienen, gehen sie natürlich nicht ans Telefon.“ Wäre es anders, würde man vielleicht die Anrufer zufriedenstellen, dafür wäre der Service vor Ort jedoch deutlich schlechter.

Anrufbeantworter

Damit möglichst immer jemand da ist, der sich um Anfragen kümmert, laufen Anrufe derzeit auch in der Poststelle der Verwaltung ein. „Zusätzlich haben wir Anrufbeantworter geschaltet, auf denen die Bürger eine Nachricht mit Namen, Anliegen und Rückruftermin hinterlassen können“, sagt Kober. Und natürlich gibt es noch den Weg per E-Mail. „So wie ich gehört habe, läuft die Terminvereinbarung auf diesem Weg sehr gut.“ Er wisse aber, dass nicht jeder Altenaer die Möglichkeit hat, so mit dem Bürgerbüro zu kommunizieren.

Situation soll sich bald entspannen

Kober hofft, dass sich die Situation bald entspannt. Die Terminvereinbarung soll demnächst nämlich grundsätzlich anders ablaufen. Verwaltungsintern erprobe man derzeit ein System, das wohl ähnlich funktionieren wird wie ein digitaler Kalender, erläutert der Bürgermeister. Darüber können dann Termine gemacht werden. Ab wann genau, ist jedoch noch nicht klar. Der Bürgermeister denkt, dass das Onlineportal in der Woche vom 21. bis 25. Juni an den Start gehen könnte. Dann könnte sich die Situation deutlich entschärfen.

Online-System

Das Timing wäre nicht schlecht: Wenn wieder mehr gereist werden darf, könnte das Arbeitsaufkommen im Bürgerbüro nämlich noch zunehmen. Dann zum Beispiel, wenn für die Reise ein neuer Ausweis oder andere Dokumente benötigt werden.

Vom Online-System einmal abgesehen, hofft Kober auch, dass dank sinkender Coronazahlen bald wieder normaleres Arbeiten im Bürgerbüro möglich sein wird – und Bürger keinen Termin mehr brauchen.

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