Kriminalstatistik der Polizei: 8,5 Prozent mehr Straftaten

Entwicklung gegen den Trend

Wohnungseinruch
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Auf frischer Tat: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist im Vergleich von 2018 zu 2019 um fast 15 Prozent gestiegen.

Altena – Rau, zuweilen brutal, scheint es in der Burgstadt zuzugehen. Schaut man auf die neuesten Zahlen der kriminalpolizeilichen Verbrechenstatistik, kommt Altena nicht sehr gut weg. Kreisweit ist die Zahl aller polizeilich bekannt gewordenen Delikte nämlich um 1,8 Prozent leicht gesunken – in Altena gab es dagegen zwischen 2018 und 2019 einen Anstieg um 8,5 Prozent.

Es geht um 890 angezeigte Straftaten, die in die Statistik eingeflossen sind - das sogenannte Hellfeld. Im Jahr 2018 wurden 820 Fälle erfasst. Ziemlich große Sprünge nach oben weist die Kriminalitätsentwicklung zum Beispiel in den Bereichen Gewaltkriminalität, aber auch bei Diebstahl und Körperverletzung auf. Unter Gewaltkriminalität werden neben Mord oder Totschlag auch Vergewaltigung, schwere sexuelle Nötigung, aber auch Raub und gefährliche Körperverletzung zusammengefasst.

In dieser Deliktgruppe stieg die Zahl der Taten von 36 auf 54 – und damit um 50 Prozent. Acht Raubdelikte wurden angezeigt – im Vorjahr war es keiner. Eine kräftige Entwicklung zum Negativen gibt es auch im Bereich der Diebstähle: Es wurden im Jahr 2018 insgesamt 187 Delikte gemeldet, in 2019 waren es dann 245, das entspricht einer Zunahme von 31 Prozent. Auch in der Untergruppe Wohnungseinbruchdiebstahl gibt es ein Plus, aber es fällt geringer aus: Die Zahl der Einbrüche stieg von 27 auf 31 und damit um rund 14,8 Prozent. Im Jahr 2019 wurden vier Kraftfahrzeuge gestohlen; in 2018 gab es nur einen solchen Fall.

Auch bei den Körperverletzungen weist die Zahl nach oben, nämlich von 132 auf 153. Das entspricht einer Zunahme von fast 16 Prozent. Es wurden acht Sexualdelikte angezeigt. Rückläufig sind die Quoten beim Betrug. Nach 92 Fällen in 2018 wurden zuletzt 65 Delikte registriert; das entspricht einem Rückgang von 29 Prozent. Ein Minus (acht Prozent) gibt es bei der Zahl der Sachbeschädigungen: Im vergangenen Jahr gab es 113, im Jahr 2018 dagegen 123 solcher Fälle.

Konstant zeigt sich die Zahl der Rauschgiftverstöße; sie blieb von 54 auf 55 nahezu unverändert. Interessant ist auch ein Blick auf die Aufklärungsquoten, also auf jene Delikte, bei denen die Ermittler einen Täter überführen konnten: Die meisten Taten, nämlich 91,5 Prozent, werden nach Körperverletzungen aufgeklärt. Mit 94,5 Aufklärungsquote kommt man auch nach Rauschgiftdelikten kaum ungeschoren davon. Bei Sexualdelikten beläuft sich die aktuelle Aufklärungsquote auf 87,5 Prozent. Raubüberfälle auf Straßen und Plätzen werden dagegen nur zu 20 Prozent aufgeklärt.

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