26 Prozent mehr Einbrüche in Altena

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Altena - Die Polizei hat die Kriminalitätsstatistik für das Jahr 2016 vorgelegt. Danach machen in der Burgstadt Diebstähle den größten Teil der Delikte aus. Es gab 292 solcher Taten, die Häufigkeit nahm jedoch gegenüber 2015 ab, als 315 Delikte gezählt wurden.

Innerhalb dieser Deliktgruppe machen Diebstähle aus Kraftfahrzeugen einen großen Anteil aus. Es gab davon 41, fünf weniger als im Vorjahr. Unerfreulich jedoch die Entwicklung bei den Wohnungseinbrüchen, denn hier gab es von 2015 auf 2016 eine deutliche Steigerung um elf Delikte. Die Polizei zählte 53 Einbrüche, was einer Zunahme um 26 Prozent entspricht. Damit bricht die Burgstadt aus der Entwicklung im Märkischen Kreis aus, denn kreisweit ist die Zahl der Wohnungseinbrüche um 160 (gleich 15 Prozent) zurückgegangen.

In die falsche Richtung ging die Tendenz auch bei den Körperverletzungsdelikten: Es wurden 146 polizeibekannt, 6,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei schweren Körperverletzungen (46) betrug die Zunahme sogar 24 Prozent.

Auch Gewaltkriminalität steigt an

Unter der Rubrik „Gewaltkriminalität“ fasst die Kripo-Statistik Delikte wie sexuelle Nötigung, Raub sowie gefährliche und schwere Körperverletzung zusammen: Davon wurden in der Burgstadt 53 Delikte erfasst, was einer Zunahme von 29 Prozent entspricht. Kreisweit stiegen diese Delikte ebenfalls an, jedoch nur um 15 Prozent.

Es gab weiter eine erhöhte Zahl von Sachbeschädigungen. Bei 160 Delikten beläuft sich das Plus auf 22 Prozent.

Unter der Rubrik „Straßenkriminalität“ werden Delikte wie Körperverletzungen oder Raubüberfälle auf öffentlichen Straßen und Plätzen, aber zum Beispiel auch Sachbeschädigungen an Fahrzeugen zusammengefasst. Es gab 207 derartige Delikte; die Steigerungsrate liegt bei fünf Prozent.

Rauschgiftdelikte stark rückläufig

Um fast die Hälfte zurückgegangen ist dagegen im vergangenen Jahr die Zahl der Rauschgiftdelikte. Nach 61 Fällen (2015) gab es noch 31 Fälle.

Interessant ist aber auch ein Blick auf die Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ). Das ist die Zahl der bekannt gewordenen Fälle insgesamt, hochgerechnet auf 100.000 Einwohner. Sie drückt die durch Kriminalität verursachte Gefährdung aus. Hier zeigt sich Altena nicht von seiner besten Seite. Im Land liegt die KHZ bei 8225; auf Kreisebene bei 6088. Altena (5963) wird hier kreisweit nur von Lüdenscheid (8283), Iserlohn (7242) und Kierspe (6356) übertroffen. Zum Vergleich. Balve zum Beispiel weist eine KHZ von 3086 auf, Neuenrade liegt bei 3693.

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