Kriminalität in Altena: Mehr Einbrüche

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Die Zahl der Wohnungseinbrüche nimmt zu, die Aufklärungsquote ist niedrig. ▪

ALTENA ▪ „Die Kriminalitätsbelastung im Märkischen Kreis ist relativ gering und liegt deutlich unter dem Landesdurchschnitt“ – zu diesem positiven Ergebnis kommt die Kreispolizeibehörde bei der Präsentation der Kriminalstatistik für 2012.

Altena bildet da keine Ausnahme: Die Zahl der Straftaten ging im Vergleich zum Vorjahr um knapp zwei Prozent auf 1127 zurück, die so genannte Kriminalitätshäufigkeitszahl (Straftaten pro 100 000 Einwohner) liegt bei 6273 und damit gut 2000 unter dem Landeswert.

Vor allem die zunehmende Zahl von Wohnungseinbrüchen ängstigte in den vergangenen Monaten landauf, landab die Bürger. Diese Entwicklung machte auch vor Altena nicht Halt: Die Zahl der Einbrüche stieg um vier auf 28. In zehn Fällen kamen die Täter am helllichten Tag – etwas, was im Jahr 2011 überhaupt nicht gegeben hatte. Nur drei Einbrüche konnte die Polizei aufklären, das ergibt eine Aufklärungsquote von 10,7 Prozent.

Bei anderen Delikten arbeitet die Polizei weitaus erfolgreicher. Insgesamt bringt sie es auf eine Aufklärungsquote von 56,52 Prozent. Das ist zwar im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang, liegt aber immer noch sehr deutlich über den auf Kreis- und Landesebene erzielten Aufklärungsquoten.

Das gilt vor allem bei Straftaten gegen Personen. Fünf Sexualdelikte wurden 2012 zur Anzeige gbracht, drei davon sind aufgeklärt (60 Prozent). 119 Körperverletzungen wurden registriert, fast 96 Prozent der Täter sind ermittelt. 39 Fälle von Gewaltkriminalität wurden bekannt, hier beträgt die Aufklärungsquote gut 82 Prozent.

Auch bei Vermögens- und Fälschungsdelikten arbeitet die Polizei mit gutem Erfolg: Aufklärungsquote 68 Prozent. Dieser Deliktbereich war übrigens 2012 stark rückläufig: 147 Fälle wurden registriert, 100 weniger als im Jahr zuvor. Dafür nahm die Zahl der Sachbeschädigungen um fast ein Drittel auf 198 zu. ▪ Von Thomas Bender

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