Kreuzungsampel auch ohne Gegenverkehr stundenlang eingeschaltet

Unnötige Geduldsprobe für den motorisierten Verkehr

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Erst am frühen Samstagnachmittag wurde die Ampel an der Kreuzung Lüdenscheider Straße/Pott-Jost-Brücke ausgeschaltet. Bis dahin mussten sich die Fahrer mit langen Rückstaus abplagen - unnötig, da es keinen Gegenverkehr gab.

Altena - „Ampel aus!“ Das ruft nicht nur ein frustrierter Busfahrer auf dem Weg in Richtung Rahmede, sondern auch zahlreiche Pkw-Fahrer im Rückstau auf der Pott-Jost-Brücke beißen ins Lenkrad. Aus Richtung Bahnhof kann sich aufgrund der Fällarbeiten entlang der Bahnstrecke niemand Richtung Lüdenscheid und Werdohl bewegen, trotzdem bleibt die Ampel an der Kreuzung Lüdenscheider Straße an - bis zum frühen Samstagnachmittag.

Es ist eine unnötige Geduldsprobe für den motorisierten Verkehr, der sich in der Mittagszeit teilweise weit in Richtung Werdohl staut. Schon jetzt fragen sich viele, wie das erst Montag aussehen soll, wenn sich Lastkraftwagen in die Umleitung einreihen sollen. Denn mit der ersehnten Abschaltung der Ampel am Samstagmittag ist die Situation nur teilweise entschärft.

Schließlich muss auch der Schienenersatzverkehr mit großen Bussen die Lennepromenade nehmen, um Zugreisende zu den Bahnhöfen der Nachbarkommunen zu bringen. Die ohnehin beengte Ausweichstrecke erweist sich als wenig komfortabel: An diesem Samstag reicht es aus, dass sich ein Gerüstbauunternehmen mit großem Gefährt halb auf dem Gehsteig und halb auf der Straße breit macht - schon geht ohne den guten Willen der Privat- und Berufsfahrer gar nichts mehr.

Viel Ratlosigkeit herrscht auch auf der anderen Lenneseite, denn wie weit die Lüdenscheider Straße von der Fritz-Berg-Brücke aus befahrbar ist, erschließt sich durch die Beschilderung nicht. Schluss ist auf Höhe des Hauses Nummer 32 - zahlreiche Autofahrer kehren ab hier wieder um.

Scharf kritisiert wird von Passanten die knappe Informationspolitik zu den Fällarbeiten und den damit einhergehenden Sperrungen: „Es ist doch ein Witz, dass man als Bürger selber zur Polizei gehen muss, um in diesem Chaos Hilfe zu erbitten!“ schimpft ein Anlieger aus der Rahmede.

„Wir beeilen uns schon“, erklärt das Team des Landesbetriebs Straßen.NRW und des Baumdienstes Engbers, das mit Fällkran und Fällbagger beherzt in die sturzgefährdeten Eschen greift. Die moderne Powertechnik ermöglicht das Greifen, Absägen und Fortheben der Stämme in einem einzigen Rutsch. „Geht es so weiter, sind wir Dienstag fertig“, wird an der Baustelle erklärt. Das Team muss aber das Tageslicht ausnutzen, um weiterhin flott voran zu kommen. „Im Dunkeln können wir mit den Geräten in diesem abschüssigen Gelände nicht arbeiten.“

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