Kreisleitstelle informiert in Sekunden die Feuerwehr

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Die Mitarbeiter der Kreisleitstelle haben beim Auslösen einer Brandmeldeanlage in sekundenschnelle alle wichtigen Informationen zur betroffenen Örtlichkeit. ▪

ALTENA ▪ Donnergrollen, der Blitz zuckt durch den Altenaer Himmel und nur zwei Sekunden später heulen die Sirenen. So war es in der Nacht zu Montag um 0.21 Uhr, als der Blitz in die Jugendherberge auf der Burg Altena einschlug. Fast voll automatisiert läuft in solchen Fällen das Einsatzleitsystem der Kreisleitstelle der Feuerwehr. Trotzdem sitzt noch ein Disponent als Kontrollinstanz in Lüdenscheid vor dem PC und alarmiert per Knopfdruck die Wache in Altena.

Die Brandmeldeanlage der Jugendherberge war am Montag übrigens bis zum Nachmittag noch außer Betrieb. Ein Techniker der Firma Bosch wurde angefordert. Weitere Schäden durch die Überspannung blieben nach Angaben einer Herbergsmitarbeiterin glücklicherweise aus. Auch die Feuerwehr konnte unverrichteter Dinge wieder einrücken. Alarmiert wurden der Zug 1 und die Wache.

„Die Zeit ist kaum messbar“, sagt Wehrleiter Udo Winter und meint damit das Auslösen eines Brandmelders auf der Burg bis zum Einsatzalarm in Altena. Schlägt ein Brandmelder Alarm, öffnet sich beim diensthabenden Disponenten in Lüdenscheid auf dem PC ein Fenster. Sofort werden die Adresse, die Meldeanlage und viele weitere Informationen angezeigt. Die Altenaer Wehr hat diese zuvor in das Lüdenscheider Einsatzleitsystem eingepflegt. Dienstgruppenleiter Stephan Volkmann erklärt dies mit einem einfachen Beispiel: „Werden wir über einen Brand in Evingsen informiert, alarmieren wir per Knopfdruck die Wache in Altena aber sofort auch die Freiwillige Feuerwehr des Ortsteils. Dann heulen dort die Sirenen. Die werden also von uns ausgelöst.“

Für fast alle möglichen Fälle gibt es für Altena eine vorgebene Vorgehensweise, also einen Plan, welche Einsatzkräfte angefordert werden. Genauso lief es auch in der Nacht zu Montag ab. Die Brandmeldeanlage löste nach dem Blitzeinschlag aus. Die Informationen kamen automatisch via Telefonleitung zur Leitstelle nach Lüdenscheid. Der Wachhabende sah direkt den Einsatzplan, informierte per Knopfdruck den Zug 1 und löste Sirenenalarm aus. „Genauso soll es ein“, erklärt Volkmann.

Voll automatisch könne das System aber noch nicht laufen, ergänzte der Dienstgruppenleiter. „Als Kontrollinstanz brauchen wir den Mann in der Leitstelle, denn größere Brandmeldeanlagen werden zum Beispiel häufig getestet. Dann sollte ja nicht ständig die Feuerwehr ausrücken“, so Volkmann.

„Diese Technik hat sich im Prinzip bis heute nicht geändert“, sagt Udo Winter. Früher gab es in Altena einen großen Schaltschrank. „Dort leuchtete je nach Brandmeldeanlage ein Lämpchen auf“, erklärte Winter. Heute würden diese Informationen am PC natürlich deutlich besser aufbereitet. ▪ David Schröder

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