Kreis vergibt Heimatpreis: Das sind die Gewinner

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Die Preisträger des ersten Heimatpreises, den der Kreis vergeben hat.

Altena – Das erste Mal hat der Kreis einen Heimatpreis vergeben. Gewonnen haben drei Vereine, die zeigen, dass sich die Region nicht verstecken muss.

Landrat Thomas Gemke  sprach  bei der  Preisverleihung im Ständesaal in Altena von einem „geschichtsträchtigen Moment“. Zum ersten Mal wurde ein solcher Preis vergeben. 

Er sei dem Land NRW dankbar, ehrenamtliches Engagement zu würdigen. Deshalb habe auch der Kreistag zugestimmt, sich an diesem Projekt zu beteiligen. Gemke berichtete, das zehn Wettbewerbsbeiträge eingereicht wurden. Die letzte Entscheidung sei der achtköpfigen Jury, bestehend aus Kreistagspolitikern und der Verwaltung unter seinem Vorsitz, nicht leicht gefallen. Den Preis gewonnen haben der Traditionsbus Mark-Sauerland aus Lüdenscheid, der Heimatverein Kierspe sowie der Bürger- und Heimatverein Hemer.

Weit mehr als "südlich von Dortmund"

Vor der Preisübergabe ließ Gemke die aus Balve-Langenholthausen stammende Kabarettistin Kathrin Heinrichs zu Wort kommen. Sie brachte alle Anwesenden mit Wortbeiträgen, humorigen Spitzen sowie einer Lesung zum Lachen.

„Das Sauerland und der Märkische Kreis haben keinen Grund, sich als Region zu verstecken. Wir haben es nicht nötig, uns mit Worten wie ,Wir liegen südlich von Dortmund’, vorzustellen“, stellte der Landrat fest. „Bei uns ist es schön. Bei uns passiert etwas. Hier wird Heimat gelebt.“ 

Auch Heinrich hatte das angemerkt: „Heimat ist auch, gemeinsam den Hintern noch hoch zu kriegen.“ Das hätten die Preisträger beispielhaft bewiesen. 

Bus, Museum und junge Gäste

Der erste Preisträger, der Traditionsbus Mark-Sauerland (6000 Euro Preisgeld), beschäftigt sich seit seiner Gründung Ende 2013 mit der Geschichte des Omnibusverkehrs als Teil der Heimatgeschichte im heutigen Märkischen Kreis und setzt dabei vielfältige, erlebbare Akzente. 

Der Heimatverein Kierspe (3000 Euro Preisgeld) wurde wegen seines Projektes Schleiper Hammer ausgezeichnet. Seine Mitglieder bauten ab 1989 eine 1815 gegründete Schmiede zu einem erlebbaren Industriemuseum aus.

Der dritte Preisträger, der Bürger- und Heimatverein Hemer(Preisgeld 1 000 Euro), schaffte es mit dem Projekt Vorschulkinder, das eigene Heimatmuseum einem neuen, sehr jungen, Besucherkreis zugänglich zu machen.

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