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Nur drei Tage nach Aufruf: Gewaltige Resonanz auf neuen Kreativtreff

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Von: Michael Koll

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Kathi Lanwer (rechts) hatte kurzfristig zu einem neuen Kreativtreff ins städtische Gebäude Freiheit 26 eingeladen und war von der Resonanz sehr überrascht.
Kathi Lanwer (rechts) hatte kurzfristig zu einem neuen Kreativtreff ins städtische Gebäude Freiheit 26 eingeladen und war von der Resonanz sehr überrascht. © Koll

Kathrin Lanwer kann es gar nicht fassen. Sie schaut um sich und schüttelt den Kopf. Vor sich hat sie ihre Nähmaschine stehen. Rund herum sitzen sieben weitere Frauen und häkeln und stricken: eine gewaltige Resonanz auf ihren erst drei Tage alten Aufruf in den sozialen Medien.

Altena – Dabei haben Lanwer, die alle Kathi nennen, noch einmal so viele Interessentinnen geschrieben, die aber an diesem ersten Termin für den neuen Kreativtreff keine Zeit hatten. „Mit solch einem Zuspruch habe ich – ehrlich gesagt – nicht gerechnet“, gesteht die junge Mutter.

Seit 2014 leitete Lanwer in der Alten Schule am Knerling einen Kindertreff. „Mittlerweile sind meine beiden aber sechs und neun Jahre alt und da einfach rausgewachsen“, erzählt die Altenaerin. So reifte in ihr über die Corona-Jahre die Idee, doch etwa anderes zu machen.

Anfang der Woche erst hatte sie in einer Altena-Gruppe auf Facebook gefragt, wer denn Interesse hätte, mit ihr die Donnerstagabende in einem Raum an der Freiheit-straße 26 zu verbringen. Die Antworten und Nachrichten prasselten nur so auf Lanwer ein.

Als sie den Raum dann zur Premiere aufschloss, lief ihr als Erster Bürgermeister Uwe Kober in die Arme. Doch der hatte keine Strick-Utensilien in der Hand und wollte tatsächlich ins Obergeschoss des Integrations- und Begegnungszentrums.

Lanwer allerdings würde es freuen, wenn der Christdemokrat bei einem der weiteren Termine des Kreativtreffs noch einmal dazu käme. „Männer sind uns hier auch willkommen“, sagt sie – begleitet vom Nicken der anderen Aktiven beim Debüt dieses Angebotes.

„Wenn ich meinen Mann beim nächsten Mal mitbringe, dann würde der hier filzen“, ruft eine Frau. „Ich kann auch alles Notwendige mitbringen, damit jemand hier plotten kann“, bietet eine weitere an. Eine Dritte geht in die angrenzende Küche und macht sich einen Tee, während Lanwer betont, dass nicht nur Fans klassischer Handarbeiten beim Kreativtreff ein Zuhause finden sollen: „Wenn hier einer malen will, hier ist auch das erlaubt – warum denn auch nicht? Sollen sie doch.“

Auch sind gibt es bei diesem neuen Freizeitangebot keinerlei Einschränkungen. Die Teilnehmerinnen des Auftaktabends waren zwischen 30 und 60 Jahren und sind offen für Jüngere wie Ältere. Dazu steht einzig die Uhrzeit für den Beginn fest: „Wir treffen uns jetzt jeden Donnerstag ab 18 Uhr hier“, verdeutlicht Lanwer.

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