Krankenhaus-Diebstähle möglicherweise Insider-Job

Die Geschäftsführung hält bei den Diebstählen eine Beteiligung von Insidern für möglich.

Altena - Die neue Geschäftsleitung des St. Vinzenz Krankenhauses hält es nicht für ausgeschlossen, dass Diebesbanden oder sogar Insider an den Diebstählen im Haus beteiligt waren.

Wie gemeldet, suchten in den vergangenen Wochen und Monaten drei Mal bisher unbekannte Täter das Haus heim. Wie Geschäftsführerin Andrea Arnold in einer Pressemitteilung feststellt, entstand dabei „ein Gesamtschaden von über 120 000 Euro.“ Die Diebe gingen ihrer Aussage nach „gezielt vor und haben vor allem OP-Equipment gestohlen.“ Ob es sich um eine professionelle Diebesbande handele oder ob die Diebe gezielt – vielleicht sogar mit Hilfe von Insidern – das Krankenhaus heimsuchten, müsse die Polizei herausfinden und sei zurzeit noch Spekulation. 

Es wurde sofort gehandelt, Fachbereich Chirurgie ist arbeitsfähig

Gehandelt worden sei sofort. „Die Schlösser wurden ausgetauscht. Die Einrichtung von speziellen Türsicherungen ist im Rahmen eines Sicherungskonzeptes in Arbeit und auch die Mitarbeiter sind sensibilisiert.“ Weil Leihinstrumentarium und Ersatzbeschaffungen vorgenommen worden seien, sei der „Fachbereich Chirurgie arbeitsfähig“ und könne sowohl die Notfallversorgung als auch geplante Operationen durchführen. Hilfestellung geleistet habe dabei das kooperierte Krankenhaus in Plettenberg.

Bitte um Vertrauensvorschuss nach Ausscheiden von Michael Kaufmann

„Bitte geben Sie uns einen Vertrauensvorschuss. Kommen Sie zu uns, wenn Sie medizinische Hilfe benötigen. Wir sind bereit, Patienten im Krankenhaus zu versorgen“, sagt Andrea Arnold, neue Mitgeschäftsführerin des St. Vinzenz Krankenhauses im Nachgang zum Ausscheiden von Michael Kaufmann. Und sie fügt in einer Stellungnahme an: „Unsere Notfallambulanz ist rund-um-die-Uhr für Sie da.“ Im benachbarten Ärztehaus böten zudem die dort tätigen Ärzte chirurgische und orthopädische Sprechstunden im Rahmen der ambulanten vertragsärztlichen Versorgung im Medizinischen Versorgungszentrum ,Gesundheitszentrum Altena GmbH’ an. Arnold sagte weiter, dieses eingeschlagene Konzept „funktioniert sehr gut“. 

Es biete an einem Standort die ambulante-stationäre Versorgung aus einer Hand. Anfang der kommenden Woche wollen sich Andrea Arnold und Mitgeschäftsführer Michael Leisner wie gemeldet einen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Hauses verschafft haben. „Nach dem Vorliegen aller Zahlen werden wir die Mitarbeiter ganz konkret zur Sachlage und möglichen Maßnahmen informieren.“

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