St. Vinzenz Krankenhaus Altena: Erste Entscheidung noch vor Weihnachten

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Achim Thomas Thiele und Andrea Arnold sorgen dafür, dass es mit dem Krankenhaus zunächst mal weitergeht.

Altena - In der zweiten Dezemberhälfte wird das Hagener Amtsgericht eine erste Entscheidung darüber fällen, wie es mit dem St. Vinzenz-Krankenhaus weitergeht. Das ist die Einschätzung von Achim Thomas Thiele, dem vorläufigen Insolvenzverwalter.

Ziel seiner Arbeit sei es, gemeinsam mit der Geschäftsführung das „Unternehmen zunächst und möglichst auch dauerhaft fortzuführen“ – so beschreibt der Dortmunder Fachanwalt für Steuerrecht und Insolvenzrecht gestern seine Aufgabe. Das sei nicht ganz einfach, es gebe aber erste Erfolge. So seien Vereinbarungen mit den wichtigsten Lieferanten getroffen. Geschäftsführerin Andrea Arnold: „Ich bin dankbar, dass die uns die Stange halten“. 

Nach dem Ausscheiden von Michael Kaufmann führt Andrea Arnold gemeinsam mit Michael Leisner die Geschäfte des Hauses. Als vorläufiger Insolvenzverwalter hat Thiele kontrollierende und beratende Funktion. Außerdem hat er die Aufgabe, ein Gutachten über die finanzielle Lage des Unternehmens zu erstellen. Dabei gehe es vor allem um die Frage, ob genügend Masse vorhanden ist, um ein reguläres Insolvenzverfahren zu eröffnen. 

„Wir brauchen jemanden, der Geld in das Unternehmen steckt“

Natürlich sei es für Antworten noch viel zu früh, sagte Thiele gestern. Fest stehe allerdings eines: „Wir brauchen jemanden, der Geld in das Unternehmen steckt“. Das könne der bisherige Eigentümer sein, aber auch ein neuer Investor – die Suche sei „im Hintergrund“ schon angelaufen, berichtet Thiele. Dass die Turbulenz der vergangenen Monate bei Mitarbeitern und unter der Bevölkerung für Verunsicherung gesorgt haben, ist Thiele ebenso bewusst wie Arnold. Den rund 180 Mitarbeitern kommt zugute, dass im vorläufigen Insolvenzverfahren die Gehaltszahlungen gesichert seien. Natürlich habe es ein Gespräch mit der Belegschaft gegeben, deren Durchhaltevermögen sie gar nicht hoch genug loben könne, wie Arnold sagte: „Sie haben uns signalisiert, dass sie weiter hier arbeiten möchten“. 

Zum Status quo sagte sie, dass die Betten im Pflegeheim „im Rahmen der Möglichkeiten“ belegt seien. Im Krankenhaus bessere sich die Auslastung, berichtete Arnold. Ihre Aufgabe sei es, wieder Vertrauen in das Haus zu schaffen. Dabei strahlt sie Optimismus aus: „Wir schaffen das!“

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