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Gas-Krise: Geht Kraftwerk im MK wieder in Betrieb?

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Von: Thomas Bender

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Das stillgelegte Kraftwerk in Werdohl-Elverlingsen wird abgerissen.
Das stillgelegte Kraftwerk in Werdohl-Elverlingsen kann nicht wieder in Betrieb genommen werden. © Heyn, Volker

Ist der Ausstieg aus Kohle und Kernkraft wirklich klug? Das fragen sich angesichts des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Unsicherheiten bei der Energieversorgung viele Menschen.

Altena - In der Region schaut man bei dieser Fragestellung auch nach Elverlingsen, wo die Enervie bis 2018 ein Kraftwerk mit zwei Kohle- und zwei Gasblöcken betrieben hat, in denen pro Jahr etwa 2200 Gigawattstunden Strom erzeugt wurden. Eine Gigawattstunde entspricht 1 000 000 Kilowattstunden.

Wesentliche Anlagenkomponenten sind demontiert

Wenn überhaupt wäre natürlich die Wiederinbetriebnahme der beiden Steinkohleblöcke E 3 und E 4 interessant – und die sei technisch nicht möglich, sagt Enerviesprecher Andreas Köster auf Anfrage. Während das Unternehmen 2017 für die beiden Gasblöcke lediglich die vorübergehende Stilllegung beantragt hat, wurde für die Kohleblöcke die endgültige Außerbetriebnahme beantragt und auch genehmigt.

Anschließend seien „wesentliche Anlagenkomponenten demontiert worden, sodass eine Reaktivierung nicht mehr möglich ist“, teilt die Enervie auf Anfrage mit. Sie strebt bekanntlich einen Abriss des Kraftwerkes an und will die Fläche dann als Gewerbegebiet vermarkten lassen. Davon nicht betroffen sind eine Wirbelschichtbefeuerung, in der Enervie Klärschlamm verbrennt, und ein Batterie-Speicherkraftwerk der Daimler AG und ihre Tochter Mercedes-Benz Energy GmbH.

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