Kräling: „Das ist die Zukunft“

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Schmieden Pläne für das Gelände: Matthias Rentrop (rechts) und Thorsten Kräling. ▪

ALTENA ▪ Wenn alles nach Plan läuft, dann soll die Imra 2014 zugunsten eines großen Lebensmittelmarktes und eines weiteren Ladenlokals verschwunden sein. Rund fünf Millionen Euro will die Rudolf Kräling Grundstücksgesellschaft bis dahin investiert haben.

Es gebe bereits mehrere Interesseenten für die in der unteren Rahmede geplanten Verkaufsflächen, berichtet Thorsten Kräling, einer der Geschäftsführer des Dortmunder Familienbetriebes. Durch gezielte Ansprache von am Standort Altena interessierten, potenziellen Betreibern sei sein Unternehmen auf die Flächen der noch immer existierenden Firma Moritz Rump gestoßen, berichtete er und lobte die Zusammenarbeit mit der Stadt Altena als „ebenso konstruktiv wie angenehm“. Dass das so ist, freut auch Matthias Rentrop, den Verkäufer des Geländes. Als er vor Jahren den heutigen Netto errichten wollte, hatte er gegen erhebliche Widerstände zu kämpfen. Das jetzt beginnende Planungsverfahren könne in etwa einem Jahr abgeschlossen sein, hofft Kräling.

Der Investor ist sicher, dass das Vorhaben dem Einzelhandelsstandort Altena eher nützt denn schadet. Rentrop sprach in diesem Zusammenhang von Kaufkraftabflüssen, die es zu stoppen gelte. Das geplante Einzelhandelszentrum sei dazu gut geeignet, sagte Kräling: Der bereits vorhandene Netto-Markt erfahre durch einen Lebensmittel-Vollsortimenter und einen Getränke- beziehungsweise Drogeriemarkt eine ideale Ergänzung. „Das ist die Zukunft“, sagte er über solche Konzepte, die seine Firma beispielsweise in Schwerte schon mit Erfolg umgesetzt hat.

Für Rentrop handelt es sich um eine Aufwertung des Standortes Altena . Man müsse realisieren, dass die Burgstadt immer mehr zur Wohnstadt werde. Eine gut aufgestellte Infrastruktur steigere deren Attraktivität.

Die Firma Kräling hat bereits ein Stadtplanungs- und ein Architekturbüro eingeschaltet und erste Vorplanungen in Auftrag gegeben. Von der Steinernen Brücke aus gesehen soll auf dem Imra-Gelände zunächst der 1800 Quadratmeter große Lebensmittelmarkt entstehen. Dann folgen etwa 100 Parkplätze, bevor zweite, direkt an den Netto angebaute und rund 600 Quadratmeter große Laden folgt. Geplant ist eine Bebauung, die deutlich niedriger ausfällt als die vorhandenen Imra-Gebäude – gut für die Eigentümer der dahinter liegenden Wohnhäuser an der Südstraße. Erschlossen werden kann das Gelände durch zwei Zufahrten von der Rahmedestraße, eine dritte soll anliefernden LKW vorbehalten bleiben.

Die vorhandene Immobilie sei noch „zu etwa 85 Prozent“ genutzt, sagte Matthias Rentrop. Vor allem seine Firma Saleen belegt dort Flächen – einerseits als Lager, andererseits aber auch für die Produktion. Hinzu kommt der DRK-Ortsverein und der Bürgerbusverein, der dort sein Fahrzeug abstellt und ein Büro betreibt.

Saleen könne einerseits am Winkelsen erweitern, andererseits aber auch ein zweites in der Rahmede vorhandenes Werk nutzen, sagte Rentrop am Freitag bei einem Pressegespräch. Dem DRK werde er in Kürze Alternativvorschläge für die Unterbringung seiner Fahrzeuge machen, auch für den Bürgerbusverein werde sich eine Lösung finden. Der Unternehmer betonte, dass der Imra-Abbruch nicht zur Folge habe, dass Teile von Saleen nach außerhalb verlagert werden müssten. ▪ Von Thomas Bender

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