Tragischer 10. August in Altena

Kradfahrer stirbt bei Unfall: Verfahren gegen Autofahrer eingestellt

Keine Chance: Der Kradfahrer starb, nachdem er mit dem Auto zusammengestoßen war. Der Autofahrer hätte den Unfall nicht verhindern können.

Altena – Einen tödlichen Unfall gab es 2019 in Altena: Dabei starb ein Kradfahrer, der mit einem Auto kollidierte. Das Gutachten zeigt nun: Den Autofahrer traf keine Schuld.

Überhöhte Geschwindigkeit war die Ursache für den folgenschwersten Unfall, der sich im Jahr 2019 auf Altenaer Stadtgebiet ereignet hat. Zu diesem Ergebnis kam ein Gutachter, der das Geschehen analysiert hatte.  Das Verfahren gegen einen damals 77-jährigen Autofahrer wurde deshalb eingestellt. Das teilte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit. 

Der Mann war am 10. August mit seinem Opel Astra vom Nettenscheid kommend auf die Westiger Straße abgebogen und dort mit einem 29-jährigen Motorradfahrer zusammengestoßen, der in Richtung Evingsen unterwegs war. Er wurde schwer verletzt in eine Unfallklinik geflogen, wo er zehn Tage später seinen Verletzungen erlag

Mit Tempo 95 unterwegs

Der Zusammenprall war so heftig, dass der Motorradfahrer gut 30 Meter durch die Luft flog. Deshalb und wegen entsprechender Zeugenaussagen kam schnell der Verdacht auf, dass er erheblich zu schnell gefahren war. 

Darum wurde ein Rekonstruktionsgutachten in Auftrag gegeben. Der Gutachter kam darin zu dem Ergebnis, dass der Autofahrer keine Chance hatte, den Unfall zu vermeiden. Nach Ansicht des Experten sei das Motorrad mit etwa 95 Stundenkilometern unterwegs gewesen, berichtet die Polizei. Dieser Unfall war im vergangenen Jahr in Altena der einzige mit Todesfolge. 

Schwerer Motorradunfall in Altena

Das geht aus der Verkehrsunfallstatistik für 2019 hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Danach ereigneten sich 2019 in der Burgstadt 775 Verkehrsunfälle. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von 4,1 Prozent. 

Weniger Verletzte

709 Zusammenstöße fallen in die Kategorie „sonstige Sachschadensunfälle“. So bezeichnet die Polizeistatistik Bagatellunfälle. „Schwerwiegender Unfall mit Sachschaden“ heißt es, wenn es zwar keine Verletzten gibt, aber wenigstens eins der beteiligten Fahrzeuge abgeschleppt werden muss. 19 solcher Unfälle gab es im vergangenen Jahr, 2018 waren es nur zwölf. 

Erfreulich: Die Zahl der Unfälle mit Verletzten ist deutlich gesunken. Bei 55 Unfällen gab es Leichtverletzte, das entspricht einem Rückgang von 23,6 Prozent. Schwerverletzte wurden bei zehn Unfällen registriert, ein Jahr vorher waren es zwölf. 

Weniger Unfälle mit Senioren

Die Gesamtzahl der Verletzten gibt die Polizei mit 56 an. Im Jahr davor waren es noch 73. Bei drei Unfällen war Alkohol im Spiel (2018: zwei Unfälle). Stichwort Senioren: Die Zahl der Unfälle, an denen über 65-Jährige beteiligt waren, ist im Zuständigkeitsbereich der Wache Altena, zu dem auch Nachrodt-Wibnlingwerde zählt, erheblich zurückgegangen. 2018 waren es 31, im letzten Jahr nur noch 20. In Altena wurden zehn Senioren bei Verkehrsunfällen verletzt.

 Auch die Zahl der Unfälle, in die Kinder verwickelt waren, ging zurück, ebenso die mit der Beteiligung junger Erwachsener. In der Gruppe der 15- bis 17-Jährigen veränderten sich die Zahlen kaum: acht Unfälle mit neun beteiligten Jugendlichen im Bereich der Polizeistation. In Altena wurden dabei sechs Jugendliche verletzt, einer davon schwer.

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