Kostbarkeiten im Scherenschnitt: Lesezeichen aus der Privatbibliothek der Familie von Mellin im Kreisarchiv

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Die Lesezeichen im Scherenschnitt.

Altena - Die Familienbibliothek derer von Mellin im Besitz des Kreisarchives erweist sich ein weiteres Mal als Fundgrube. Rund 2100 Bücher gehören zu dieser Sammlung aus dem Besitz Erbsälzer-Familie von Mellin.

Sie stammte aus Werl und war später auf Haus Füchten bei Ense zuhause. „Erbsälzer“ waren Familien, denen der Landesherr das vererbbare Recht der Salzgewinnung zugesprochen hatte. Damit konnte man sehr wohlhabend werden – und dem Kreisarchiv ungewollt manchen Schatz vermachen. 

Die Mellin’sche Privatbibliothek gelangte 1914 durch Ankauf nach Altena. Es handelt sich um „Rara“, also vor 1850 gedruckte Bücher. Als der Bestand mit Hilfe der Universitätsbibliothek Münster katalogisiert und in das Verzeichnis „Historische Bestände in Westfalen“ aufgenommen wurde, stießen die Wissenschaftler auf eine ganze Reihe von „Beifunden“. Es handelt sich um Lesezeichen, von denen einige in unglaublich filigraner Scherenschnitt-Technik selbst hergestellt wurden. Die prachtvollsten Stücke darunter sind religiöse Motive. 

Eines zeigt einen „Fünf-Wunden-Rosenkranz“, ein anderes, das wohl schönste Stück, ist handschriftlich mit „Nativitas Christi“ (Geburt Christi) betitelt. Es ist auch handkoloriert. Ebenfalls im typischen Biedermeier-Stil ist eine weitere Scherenschnitt-Handarbeit gehalten. Handschriftlich wurde der Spruch „Jesu Herz ich liebe dich In deiner Gnade erhalte mich“ hinzugefügt. 

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