Koordinatorinnen des Burggymnasiums und Partner referieren vor leeren Rängen

Kaum Interesse an Studien- und Berufswahlorientierung

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Firma Möhling war mit durch die Auszubildenden Maximilian Fries und Jannis Kehl vertreten, die von Geschäftsführerin Britta Hölper und Judith Meyer begleitet wurden.

ALTENA  - Firma Möhling reist mit ihrem umfangreichen Unternehmensportfolio an, die Iserlohner University of Applied Sciences Europe (ehemals BITS) will den Burggymnasiasten Perspektiven aufzeigen und die Lehrerinnen für Studien- und Berufswahlorientierung stellen den umfangreichen Fahrplan für den Start ins künftige Berufsleben vor. Doch interessieren tut es grade mal drei Handvoll Schüler und Eltern.

Nicht einmal die Hälfte der insgesamt 36 angemeldeten Teilnehmer ist erschienen, auch StuBo-Beauftragte Kathrin Tassidis bedauert aufrichtig, dass das Gäste- und Gastgeberverhältnis nahezu bei eins zu eins liegt. Zumal wahrhaftig über wichtige Dinge informiert wird an diesem Abend: Termine für verpflichtende Praktika werden genannt, Kosten für Seminare und Fahrkarten aufgezeigt, Fristen mitgeteilt. Firma Möhing hat mit Maximilian Fries und Jannis Kehl zwei ehemalige Burggymnasiasten mitgebracht, die heute mit Erfolg eine Ausbildung inklusive Verbundstudium bei Altenas größtem Arbeitgeber absolvieren. „Wir sprechen gerne mit Schulen“, erklärt Personalleiterin Judith Möhling. „Denn in der Industrie herrscht Azubi-Mangel und wir arbeiten mit voller Kraft dagegen.“ In vielen Köpfen herrsche noch das Klischee vor, dass man in den industriellen Berufssparten abends öl- und rußverschmiert heimkomme. „Das ist längst nicht mehr der Fall, aber das muss man potenziellen Bewerbern heute zeigen“, so Meyer. Möhling hat sein Ausbildungsportfolio in den vergangenen Jahren stetig erweitert:

Kathrin Tassidis (l.) und Henrike Felder haben einen umfangreichen Fahrplan zur Berufsorientierung vorbereitet.

Für das Ausbildungsjahr 2019 stehen zehn Berufsfelder zur Wahl, vom Betriebselektriker bis zum Wirtschaftsingenieur. Möhling ist Partner der Management-AG am Burggymnasium und öffnet mit zehn weiteren heimischen Partnerbetrieben die Unternehmenspforte für Schüler, die Produktion, Vertrieb, Logistik, Finanzen, IT und mehr einmal im wahren Geschäftsleben kennenlernen möchten. Darüber hinaus, das erklärten Kathrin Tassidis und Henrike Felder, öffnen auch die Fachhochschule Südwestfalen und die Universitäten im Umland ihre Türen für die Burggymnasiasten. Schüler, die weiter weg studieren oder eine Lehre absolvieren möchten, können sich aus Gründen der Berufsorientierung auch einen Tag pro Schuljahr vom Unterricht befreien lassen. Franz Teuber und die aus Altena stammende Studentin Laura Göss stellen ein Studienangebot in nächster Nähe vor: Die University of Applied Sciences Europe bietet Karrierevorbereitung an, für die Altenaer Schüler nicht weit anreisen müssen. Der aktuelle Schülerjahrgang am Gymnasium absolviert erstmals innerhalb seiner Schullaufbahn zwei Betriebspraktika, um Einblicke in die Berufswelt zu bekommen. Das erste startet im Januar 2019.

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Verpflichtend, das erklärt Schulleiter Hans-Ulrich Holtkemper auf Nachfrage, ist die Teilnahme an der Studien- und Berufswahl-Auftaktveranstaltung nicht, da sie außerhalb der Schulzeit stattfindet. Aber er macht keinen Hehl aus seiner Enttäuschung über die mangelnde Resonanz. Richtig bedauerlich ist, dass Kathrin Tassidis und Henrike Felder noch hundert Nachfragen zur Sache bekommen werden, auf die sie die Antworten längst gegeben haben. Übrigens auch eine gute Berufsvorbereitung: Man muss seinen Mitmenschen nicht zumuten, dass sie alles drei Mal erklären - wenn man nur einmal richtig zuhört. Ina Hornemann

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