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Kooperation: Spülwagen Einsatz in der Nachbarstadt eine Win-Win-Situation

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Von: Thomas Bender

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Der Spülwagen des Abwasserwerks soll zukünftig effektiver als bisher eingesetzt werden. Angedacht ist eine Kooperation mit Lüdenscheid.
Der Spülwagen des Abwasserwerks soll zukünftig effektiver als bisher eingesetzt werden. Angedacht ist eine Kooperation mit Lüdenscheid. © Bender

Der Kanalspülwagen gehört schon dem Abwasserwerk, jetzt sollen auch die beiden Bauhof-Mitarbeiter, die ihn bedienen, dorthin wechseln. Gleichzeitig sucht die Stadt nach Möglichkeiten, das Fahrzeug effektiver als bisher einzusetzen und ist dabei auf einem guten Weg, wie Bürgermeister Uwe Kober in der jüngsten Sitzung des Betriebsausschusses berichtete.

Altena – Wenn der Spülwagen eingesetzt wird, dann kommt es vor, dass einer der Mitarbeiter in den Kanal steigen muss. Das ist nur dann erlaubt, wenn ein Kollege dabei ist – sozusagen als Rettungstrupp für den Notfall. Die Folge dieser Regelung: Hat einer der beiden Urlaub oder ist einer krank, kann das 450 000 teure Fahrzeug nicht eingesetzt werden.

Das könnte sich nächstes Jahr ändern, und zwar durch eine Kooperation mit dem Entwässerungsbetrieb der Stadt Lüdenscheid. Der verfüge zwar über keinen eigenen Spülwagen, dafür aber über einen Mitarbeiter, der so ein Gerät bedienen kann, erklärte Kober. Deswegen gebe es Gespräche über eine Kooperration: Lüdenscheid leiht Altena einen Mitarbeiter, wenn dort einer krank oder im Urlaub ist, umgekehrt kann Altenas Spülwagen auch in Lüdenscheid eingesetzt werden – eine klassische win-win-Situation.

Selbst wenn die Bediener des Spülwagens demnächst vom Abwasserwerk bezahlt werden, ändert sich am Stellenplan des Baubetriebshofs nichts. Das berichtete dessen Leiter Robert Groppe, als er den Wirtschaftsplan für 2023 vorstellte. Grund ist die Gewässerunterhaltung, die deutlich intensiviert werden soll. Zwei Mitarbeiter sollen sich zukünftig vorrangig um diesen Aufgabenbereich kümmern, einer davon wird noch gesucht. Neben Manpower ist dafür auch neues Gerät erforderlich. Gebraucht wird ein geländegängiges Fahrzeug mit einer Winde und einem kleinen Kran, erklärte Groppe. 2023 sind deshalb Investitionen in Höhe von rund 230 000 Euro vorgesehen – deutlich mehr als in diesem Jahr.

„Das große Fragezeichen ist allerdings, was man überhaupt beschaffen kann“, sagte der Betriebsleiter im Betriebsausschuss und nannte ein Beispiel: Beim Hochwasser im Juli 2021 erlitt einer der Bauhof-Lkw einen Totalschaden, Es wurde umgehend ein neues Fahrzeug bestellt, auf das man allerdings heute noch wartet. Auch auf weiteres dringend benötigtes Material müsse man lange warten, erklärte Groppe den Politikern

Und was man bekommt, das ist oft teurer als geplant – die Kostensteigerungen der letzen Monate gingen natürlich auch am Bauhof nicht spurlos vorbei, erklärte Groppe. Außerdem stelle er sich angesichts anstehender Tarifverhandlungen auf steigende Personalkosten ein. Damit stimmte er die Kommunalpolitik wohl auf eine Erhöhung der Stundensätze ein. Der Baubetriebshof arbeitet in erster Linie für Altena und Nachrodt-Wiblingwerde und berechnet diesen Kommunen einen Stundensatz von 46,50 Euro. Der vom Betriebsausschuss einstimmig verabschiedete Wirtschaftsplan für 2023 geht davon aus, dass die Stadt Altena im kommenden Jahr 2,16 Mio. Euro zahlen muss und andere Kommunen (das ist in erster Linie Nachrodt) rund 800 000 Euro. 77000 Euro kommen vom Zweckverband für Abfallbeseitigung, weil sich der Baubetriebshof um die Sauberheit an den Containerstandorten kümmert

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