Kooperation besiegelt

Antonius Gusik und Katharina Franke unterzeichnen den Vertrag. ▪

ALTENA ▪ Die Stadtbücherei und die Richard-Schirrmann-Realschule haben ihre Zusammenarbeit in die Zeilen eines Vertrages gegossen. Man möchte sich nämlich nicht nur auf „engagierte Persönlichkeiten“ verlassen, an denen die Kooperation oft hängt: „Wenn so ein Lehrer dann mal geht oder ein Bibliothekar, kann eine Zusammenarbeit auch wieder einschlafen“, stellte am Dienstag Büchereileiter Antonius Gusik fest.

Von Thomas Keim

Der Vertrag sieht zum Beispiel regelmäßige Führungen und die Nutzung von Medienpaketen vor. Gemeinsam mit Katharina Franke, Fachschaftsvorsitzende für Deutsch an der Netter Schule, unterzeichnete Gusik gestern die Verträge für eine geregeltes Zusammenwirken der beiden Einrichtungen. Dazu gekommen war auch Rüdiger Schwerdt als Vertreter des zuständigen Bereiches der Stadtverwaltung, Realschul-Leiter Heribert Hertel, Erich Pulger für den Förderverein „Freunde der Stadtbücherei“ und natürlich die stellvertretende Leiterin der Bücherei, Eva-Maria Standke. „Es geht darum, die Orte zu verknüpfen“ stellte Katharina Franke fest. Die Stadtbücherei mit ihren 45 000 Medieneinheiten sei eine stattliche Ressource, befand Erich Pulger vom Förderverein. Das gelte natürlich auch im Hinblick auf die Sprach- und Leseförderung. Heribert Hertel pflichtet ihm bei: „Die Schule ist die letzte Bastion, wenn es darum geht, den Sprachdefiziten Einhalt zu gebieten. Er könne sich vorstellen, dafür notfalls sogar Lehrpläne zu „entfrachten“. Hertel sagte in diesem Zusammenhang, er habe Zweifel, ob es richtig sei, „im D-Zug durch den Lehrplan zu rasen.“

Der Förderverein spielt im Alltag der Bücherei eine wichtige Rolle wenn es zum Beispiel darum geht, Ersatzanschaffungen für beschädigte Bücherei zu beschaffen oder wenn Preise für Wettbewerbe gefragt sind.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass es darum gehe, auch schon das pure Vorhandensein der Stadtbücherei in den Köpfen zu verankern. Dass die Benutzung zum Beispiel für Kinder und Jugendliche kostenlos ist, habe sich im Übrigen noch längst nicht überall herumgesprochen, berichtete Eva Standke.

Richard-Schirmann-Schulleiter Heribert Hertel beschrieb seinen Wunsch, mit dem Angebot der Bücherei eine Verknüpfung von Eltern und Kindern zu schaffen: „Den Kindern zu sagen, nimm deinen Papa und deine Mama an die Hand und geh’ in die Stadtbücherei. Dass genau das vielen Kindern Nutzen bringen könnte hat Eva Standke beobachtet. Sie erlebt es nach Führungen für die fünften Klassen immer wieder einmal, dass ein Junge oder ein Mädchen ihr berichtet, an der Marktstraße zum ersten Mal im Leben ein Buch gelesen zu haben. „Es gibt Familien, die haben zu Hause kein Buch.“

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